Warnstreik im öffentlichen Dienst: 500 Beschäftigte fordern sieben Prozent mehr Lohn
Nina WalterBeamte protestieren vor der Staatskanzlei in Kiel - Warnstreik im öffentlichen Dienst: 500 Beschäftigte fordern sieben Prozent mehr Lohn
Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Schleswig-Holstein sind vor der nächsten Runde der Tarifverhandlungen auf die Straße gegangen, um höhere Löhne zu fordern. Rund 500 Mitarbeiter beteiligten sich in Kiel an einem Warnstreik und bildeten eine Menschenkette vom Finanzministerium bis zur Staatskanzlei. Die Protestaktion wurde vom dbb beamtenbund und tarifunion sowie der Gewerkschaft Tarifunion organisiert.
Die Demonstranten verlangten eine siebenprozentige Lohnerhöhung für die Beschäftigten im öffentlichen Sektor, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat. Zudem forderten sie, dass auch Beamte in den Genuss derselben Gehaltssteigerung kommen. Die Arbeitgeberseite, vertreten durch die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), lehnte diese Forderungen in der ersten Verhandlungsrunde jedoch als nicht finanzierbar ab.
Finanzministerin Silke Schneider (Grüne) sprach vor den Protestierenden und äußerte die Hoffnung, bis Ende Februar zu einer fairen Einigung zu kommen. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 15. Januar in Potsdam angesetzt.
Der Protest unterstreicht den wachsenden Druck auf die Arbeitgeber, den Lohnforderungen nachzukommen. Da die Gespräche bereits nächste Woche fortgesetzt werden, müssen beide Seiten nun einen Kompromiss finden. Das Ergebnis wird sich direkt auf Zehntausende Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Region auswirken.
