Warnstreik in Kiel: Öffentlicher Dienst fordert sieben Prozent mehr Lohn
Nina WalterBeamte protestieren vor der Staatskanzlei in Kiel - Warnstreik in Kiel: Öffentlicher Dienst fordert sieben Prozent mehr Lohn
In Schleswig-Holstein sind Staatsbedienstete auf die Straße gegangen, um höhere Löhne zu fordern. Rund 500 Beschäftigte beteiligten sich in Kiel an einem Warnstreik und bildeten eine Menschenkette vom Finanzministerium bis zur Staatskanzlei. Die Protestaktion fällt zeitlich mit dem Beginn der nächsten Tarifverhandlungsrunde am 15. Januar in Potsdam zusammen.
Organisiert wurde die Demonstration vom dbb beamtenbund und tarifunion sowie der Gewerkschaft Tarifunion. Die Protestierenden forderten eine siebenprozentige Lohnerhöhung für den öffentlichen Dienst, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Zudem pochten sie darauf, dass auch Beamtinnen und Beamte die gleiche Gehaltsanpassung erhalten.
Finanzministerin Silke Schneider (Grüne) sprach vor den Versammelten. Sie erkannte die Forderungen an, betonte jedoch die Notwendigkeit einer ausgewogenen Lösung. Obwohl die Arbeitgeberseite die ursprünglichen Vorschläge als nicht finanzierbar zurückgewiesen hatte, äußerte Schneider die Hoffnung auf eine faire Einigung bis Ende Februar.
Öffentliche Unterlagen deuten nicht darauf hin, dass Gewerkschaften in Brandenburg im Auftrag Schleswig-Holsteins über die Besoldung von Beamten verhandelt haben. Auch gibt es keine Belege dafür, dass eine Gewerkschaft Schneider in diesen Gesprächen vertritt.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 15. Januar in Potsdam statt. Während die Beschäftigten auf bessere Bezahlung drängen, pocht die Landesregierung auf Haushaltsdisziplin. Eine endgültige Entscheidung wird bis Ende Februar erwartet.
