07 January 2026, 20:08

Wegners Tennis-Session während Berlins Stromausfall löst Rücktrittsforderungen aus

Ein Mann in einem schwarzen Blazer hält ein Objekt und spricht, mit einem weißen Banner und einer weißen Tafel mit Organisationslogos im Hintergrund.

CDU-Kreisvorsitzender: "Wegner war einen Schritt weiter entfernt" - Wegners Tennis-Session während Berlins Stromausfall löst Rücktrittsforderungen aus

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner gerät nach Tennis-Session während großflächigem Stromausfall in die Kritik

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Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sieht sich scharfer Kritik ausgesetzt, nachdem er am Samstag, dem 3. Januar 2026, während eines schweren Stromausfalls Tennis gespielt hat. Der Blackout, von dem etwa 45.000 Haushalte im Südwesten der Stadt betroffen waren, wurde durch einen mutmaßlichen linksextremistischen Anschlag auf Stromleitungen über den Teltowkanal ausgelöst. Oppositionspolitiker fordern seitdem seinen Rücktritt, während Wegner seine Handlung als notwendig für seine mentale Klarheit verteidigt – betont aber, er sei stets telefonisch erreichbar gewesen.

Der Stromausfall begann am Samstagnachmittag und legte weite Teile Berlins lahm. Während die Krise eskalierte, verbrachte Wegner eine Stunde auf dem Tennisplatz einer Anlage nahe der Stadtgrenze – von 13:00 bis 14:00 Uhr. Später begründete er dies damit, dass er "den Kopf freibekommen" habe müssen, jedoch durchgehend per Telefon verfügbar gewesen sei.

Stephan Standfuß, CDU-Kreisvorsitzender von Steglitz-Zehlendorf, hatte die Schwere der Lage früh erkannt. Bereits mittags gehörte er dem Krisenstab im Zehlendorfer Rathaus an. Standfuß kritisierte Wegners Mitarbeiter, die den Bürgermeister nicht zeitnah über das Ausmaß des Blackouts informiert hätten. Eine direkte Schuldweisung an Wegner vermied er jedoch und erklärte, wenn dieser die Folgen des Stromausfalls angemessen manage, sei die Tennis-Session an sich kein Problem. Am Folgetag besuchte Wegner eine Notunterkunft und koordinierte die Informationsweitergabe an betroffene Anwohner. Dennoch mehren sich die Rücktrittsforderungen – vor allem von Seiten der Oppositionsparteien FDP, AfD und BSW. Standfuß merkte zudem an, Wegner sei anfangs "aus der Situation herausgenommen" gewesen, was weitere Fragen zu seiner Reaktion aufwerfe.

Der Vorfall und Wegners Verhalten haben in Berlin einen politischen Eklat ausgelöst. Während die Opposition auf seinem Rücktritt besteht, verweisen Unterstützer auf sein späteres Engagement in der Krisenbewältigung. Die Ereignisse werfen grundsätzliche Fragen zu Kommunikation und Führung in Notlagen auf.