Sternsinger in der Staatskanzlei: Rheinland-Pfalz kämpft gegen Kinderarbeit
Elias HofmannMinisterpräsident Schweitzer empfängt Sternsinger - Sternsinger in der Staatskanzlei: Rheinland-Pfalz kämpft gegen Kinderarbeit
Kinder aus ganz Rheinland-Pfalz haben ihre jährliche Sternsinger-Aktion in die Staatskanzlei getragen. Das diesjährige Motto ‘Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit’ rückt den Kampf gegen die Ausbeutung von Kindern in den Fokus. Ministerpräsident Alexander Schweitzer begrüßte die jungen Aktivistinnen und Aktivisten am Montagmorgen.
Der traditionelle Segen wurde von Sternsingern aus den Bistümern Speyer, Limburg, Trier und Mainz überbracht. Eine Gruppe der Pfarrei St. Peter/St. Emmeran in Mainz nahm ebenfalls an dem Besuch teil. In ihren Kampagnengewändern beteten die Kinder und verbreiteten Botschaften über faire Arbeitsbedingungen.
Schweitzer dankte den jungen Engagierten für ihren Einsatz für Gerechtigkeit. Er betonte, dass das Land bei allen öffentlichen Bauvorhaben inzwischen nur noch Materialien zulässt, die als frei von Kinderarbeit zertifiziert sind. Diese Regelung entspricht dem diesjährigen Schwerpunkt der Kampagne, die Bildung statt Ausbeutung fordert. Die Sternsinger-Aktion, eine lange Tradition, sensibilisiert für das Schicksal benachteiligter Kinder weltweit und sammelt Spenden. Die diesjährige Veranstaltung markiert einen weiteren Schritt in der Region für ethische Arbeitsstandards.
Der Besuch in der Staatskanzlei fällt mit verschärften Richtlinien für öffentliche Aufträge in Rheinland-Pfalz zusammen: Nur Materialien, die nachweislich ohne Kinderarbeit hergestellt wurden, dürfen künftig in staatlich finanzierten Bauprojekten verwendet werden. Die Kampagne der Kinder setzt sich weiterhin für die breitere Umsetzung fairer Handelsgrundsätze ein.
