Streit um überlastete Bahnstrecke Hannover–Hamburg: Wer zahlt die Milliarden?
Wo engt es sich auf der Bahnstrecke Hannover-Hamburg zu, Herr Tonne? - Streit um überlastete Bahnstrecke Hannover–Hamburg: Wer zahlt die Milliarden?
Die Bahnstrecke Hannover-Hamburg, eine der am stärksten überlasteten und verspätungsanfällisten Strecken Deutschlands, steht im Mittelpunkt eines eskalierenden Streits. Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne hat Deutsche Bahn und die Bundesregierung scharf für die Planung und Finanzierung des Projekts kritisiert. Gleichzeitig unterstützen vier regionale Behörden den geplanten Neubau – trotz anhaltender finanzieller und logistischer Bedenken.
Die bestehende Strecke Hannover-Hamburg bewältigt derzeit rund 245 Züge täglich, weit mehr als die ausgelegte Kapazität von 185 Zügen. Die Überlastung führt zu chronischen Verspätungen und hat Forderungen nach dringenden Modernisierungen laut werden lassen. Die Deutsche Bahn setzt sich für eine neue, 109 Kilometer lange zweigleisige Trasse zwischen Hannover-Vinnhorst und Hamburg-Meckelfeld ein, kombiniert mit einer grundlegenden Sanierung der bestehenden Infrastruktur. Die Kostenschätzungen für das Vorhaben variieren stark: Sie reichen von 8,8 Milliarden bis zu 14,1 Milliarden Euro, wobei zusätzliche regionale Forderungen die Ausgaben auf bis zu 4,99 Milliarden Euro treiben könnten – was Befürchtungen nährt, das Projekt könnte unfinanzierbar werden.
Tonne stellt die finanzielle Tragfähigkeit des Vorhabens infrage und argumentiert, dass die widersprüchlichen Kostenprognosen eine verlässliche Planung unmöglich machten. Zudem kritisiert er den vorgeschlagenen Zeitplan scharf und bezeichnet ein Fertigstellungsdatum im Jahr 2050 als inakzeptabel. Der Minister wirft der Deutschen Bahn vor, keine Lösungen für kurzfristige Verbesserungen vorzulegen, sodass Fahrgäste und Güterverkehrsunternehmen weiterhin ohne sofortige Entlastung auskommen müssten. Die Städte Hamburg, Hannover, Lüneburg sowie der Landkreis Lüneburg haben sich zwar für die Neubaupläne ausgesprochen, doch bleibt unklar, wer die Umsetzung verantwortet und finanziert. Die Deutsche Bahn verweist darauf, dass die endgültigen Entscheidungen beim Bundestag lägen. Tonne fordert von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder konkrete Antworten und betont, Niedersachsen habe bereits klare Vorschläge zur Streckenverbesserung vorgelegt.
Die für das Projekt zuständige DB InfraGO AG hält daran fest, dass die bevorzugte Neubaustrecke den rechtlichen und wirtschaftlichen Anforderungen entspreche – gestützt auf eine Bewertung des Eisenbahn-Bundesamts (EBA). Ohne verbindliche Finanzierungszusagen oder eine Strategie für kurzfristige Maßnahmen bleibt die Zukunft der Strecke jedoch ungewiss.
Die Bahnstrecke Hannover-Hamburg leidet weiterhin unter massiven Kapazitätsengpässen, ohne dass kurzfristige Lösungen in Sicht wären. Zwar befürworten regionale Verantwortliche den Neubau, doch bestehen weiterhin Streitpunkte bei den Kosten, den Zeitplänen und den Sofortmaßnahmen. Die endgültige Entscheidung über Finanzierung und Umsetzung liegt nun bei den Bundespolitikern – die weiteren Schritte des Projekts bleiben damit vorerst offen.
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