Flensburger Diako-Krankenhaus wird 2026 katholisch – was sich für Patienten ändert
Nina WalterMalteser übernehmen Diako-Krankenhaus in Flensburg - Flensburger Diako-Krankenhaus wird 2026 katholisch – was sich für Patienten ändert
Flensburger Diako-Krankenhaus wechselt 2026 den Träger: Von diakonisch zu katholisch
Anfang 2026 geht das Flensburger Diako-Krankenhaus von der evangelischen Arbeitsagentur an die katholischen Malteser Deutschland über. Mit dem Schritt soll die Zukunft des neuen Fördeklinikums gesichert werden, eines großen Krankenhausprojekts, das bis 2030 fertiggestellt werden soll. Die Arbeitsplätze der Mitarbeiter bleiben erhalten, und der Name des Krankenhauses wird geändert – der neue steht jedoch noch nicht fest.
Der Trägerwechsel, der für den 1. März 2026 geplant ist, bedarf noch der finalen rechtlichen Genehmigung. Der Vorstand der Diako bezeichnet die Entscheidung als entscheidend für die langfristige finanzielle und politische Stabilität des Fördeklinikums. Zwar übernimmt Malteser die Trägerschaft, doch der Bauzeitplan und die medizinische Ausrichtung des Krankenhauses bleiben unverändert.
Unter der neuen Trägerschaft wird das Diako-Krankenhaus künftig keine Schwangerschaftsabbrüche mehr nach der vorgeschriebenen Beratung durchführen. Diese Änderung entspricht den katholischen ethischen Richtlinien der Malteser. Gleichzeitig arbeiten das Diako und das St.-Franziskus-Hospital weiterhin zusammen, bis beide in das Fördeklinikum umziehen. Das übergeordnete Projekt eines ökumenischen Gesundheitscampus bleibt auf Kurs: Es umfasst psychiatrische Abteilungen für Erwachsene und Kinder sowie ein gemeinsames Ausbildungszentrum für Fachkräfte im Gesundheitswesen. Trotz des Trägerwechsels beim Krankenhaus werden Diako und Malteser diese Einrichtungen gemeinsam tragen.
Die Belegschaft des Diako wurde für ihre Bemühungen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Krankenhauses gewürdigt. Alle bestehenden Arbeitsverträge bleiben bestehen, und Entlassungen sind nicht vorgesehen. Zudem haben sich der Diako-Vorstand und die Malteser auf eine künftige Aufgabenverteilung geeinigt – die Malteser werden die neue Klinik jedoch nicht allein finanzieren.
Der Wechsel markiert eine konfessionelle Neuausrichtung des Krankenhauses von evangelisch zu katholisch. Die Pläne für das Fördeklinikum werden wie vorgesehen umgesetzt, der neue Name soll zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Die Übernahme sichert das Projekt langfristig und erhält sowohl die bestehenden Arbeitsplätze als auch das medizinische Angebot.
