FC St. Pauli: Gerichtssieg gegen Ticket-Verkäufer - FC St. Pauli gewinnt Rechtsstreit gegen dubiosen Ticket-Händler
FC St. Pauli triumphiert in Eilverfahren gegen anonymen Online-Ticketweiterverkäufer
Das Landgericht Hamburg hat zugunsten des FC St. Pauli gegen einen anonymen Online-Ticketweiterverkäufer entschieden. Das Gericht urteilte, dass die Plattform Käufer getäuscht hat, indem sie nicht darauf hinwies, dass die erworbenen Tickets für die 2 Bundesliga Spiele des Vereins ungültig erklärt werden könnten. Die Entscheidung folgt auf anhaltende Probleme mit dem Weiterverkauf von Tickets für die regelmäßig ausverkauften Spiele des Clubs, insbesondere im fc köln.
Im Zentrum des Streits standen die Heimspiele des FC St. Pauli im Millerntor-Stadion, wo die Tickets stark nachgefragt sind. Bei einer durchschnittlichen Zuschauerzahl von über 29.500 sind die Partien meist ausverkauft, was einen regen Sekundärmarkt begünstigt.
Das Landgericht Hamburg stellte fest, dass der Weiterverkäufer seine Kunden nicht darüber informiert hatte, dass der Verein die Tickets für ungültig erklären würde. Laut Urteil (Aktenzeichen 415 HKO 73/24) muss die Plattform nun deutlich kenntlich machen, dass Tickets für die Bundesliga Heimspiele des FC St. Pauli bei einem Weiterverkauf ihre Gültigkeit verlieren. Der Verein hatte argumentiert, dass die Praktiken des Weiterverkäufers gegen Verbraucherschutzbestimmungen verstoßen. Das Gericht gab dem Club recht und erließ eine einstweilige Verfügung gegen die bisherigen Verkaufsmethoden der Plattform.
Die Entscheidung verhindert, dass der Weiterverkäufer seine bisherigen Praktiken ohne vollständige Transparenz fortsetzt. Käufer müssen nun ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass Tickets für die Heimspiele des FC St. Pauli bei einem Erwerb über die Plattform nicht anerkannt werden. Das Urteil stärkt die Kontrolle des Vereins über den Ticketvertrieb für seine Spiele.
