25 December 2025, 06:10

Von Wels-Attacken bis zum fliegenden Adler: Deutschlands skurrilste Tiervorfälle

Ein Kasten mit Tierbildern und Text neben einer Speiseplatte, die auf einem steinernen Sockel steht.

Tierwelt 2025 - Vom Karpfenalarm bis zum verschluckten Ehering - Von Wels-Attacken bis zum fliegenden Adler: Deutschlands skurrilste Tiervorfälle

Eine Reihe ungewöhnlicher Tiervorfälle hat in diesem Monat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Von einem umherstreifenden Adler über einen Wels-Angriff bis hin zu einem weltreisenden Geier – sowohl Wildtiere als auch Haustiere sorgten für Überraschungen und mitunter auch für Kontroversen.

In einem Fall tauchte ein Ehering im Magen einer Kuh auf, während die Tötung von Pavianen im Nürnberger Zoo für Empörung sorgte.

Am 20. Juni verletzte ein zwei Meter langer Wels mehrere Badende am Brombachsee in Mittelfranken. Die Polizei, unterstützt von Anglern und Wasserrettungskräften, tötete den Fisch später, nachdem er als Sicherheitsrisiko eingestuft worden war. Experten vermuten, dass das aggressive Verhalten auf den niedrigen Wasserstand zurückzuführen sein könnte – möglicherweise verteidigte der Wels dabei seinen Nachwuchs.

Unterdessen wurde im Nationalpark Berchtesgaden einem Seeadler namens Vincent vom Tierarzt und Greifvogelexperten Dr. Andreas König ein GPS-Sender angelegt. Der Bartgeier überraschte Forscher daraufhin mit einem 1.600 Kilometer langen Flug von den Alpen bis zur Nordsee. Im Nürnberger Zoo protestierten Tierschutzorganisationen, nachdem zwölf gesunde Paviane wegen Platzmangels eingeschläfert worden waren. Die Entscheidung löste scharfe Kritik bei Tierschützern aus.

Weitere skurrile Vorfälle umfassten einen Metzger in Simbach am Inn, der im Magen von Herzal, der Kuh des Landwirts Johannes Brandhuber, dessen verlorenen Ehering entdeckte. In Landshut verschluckte ein Nandu im örtlichen Tierpark am Neujahrstag den Handschuh eines Kindes. Auch Haustiere machten Schlagzeilen: Ein Münchner Hund namens Urax erhielt einen offiziellen Brief vom Beitragsservice der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten – zur Verwirrung seines Besitzers. In Nersingen bei Neu-Ulm hörte ein Paketdepot-Mitarbeiter Miauen aus einem Päckchen – und fand darin eine blinde Passagierin in Form einer Katze. Und in Oberbayern entkam die vierjährige Hündin Bella aus ihrem Garten, stieg in eine S-Bahn nach Schwabhausen und landete schließlich in einem Polizeiauto.

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Die Vorfälle zeigen sowohl die Unberechenbarkeit der Tierwelt als auch die gelegentlichen Eigenheiten von Haustieren. Behörden mussten sich mit Sicherheitsfragen auseinandersetzen, wie etwa dem Wels-Angriff, während Naturschützer Vincents Fernflug verfolgten. Die Tötung der Paviane im Nürnberger Zoo bleibt indes ein umstrittenes Thema für Tierschützer.