Karl Quade – ein Leben für den paralympischen Sport und die Inklusion
Lara BraunKarl Quade – ein Leben für den paralympischen Sport und die Inklusion
Karl Quade, ehemaliger Para-Sportler und prägende Persönlichkeit des deutschen Behindertensports, ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Sein Tod am 26. Dezember markiert das Ende einer langen Karriere, die dem paralympischen Gedanken gewidmet war. Quade genoss großes Ansehen für seine Führungsstärke und sein Engagement für Inklusion im Sport.
Sein Wirken begann als aktiver Athlet: Bei den Paralympics 1984 in New York gewann er Silber im Stehvolleyball. Vier Jahre später holte er bei den Spielen 1988 in Seoul Gold in derselben Disziplin. Nach dem Ende seiner sportlichen Laufbahn übernahm er verantwortungsvolle Positionen hinter den Kulissen und fungierte als Chef de Mission der deutschen Mannschaft bei den Paralympics 1996 in Atlanta.
Doch sein Einfluss reichte weit über das Spielfeld hinaus. Von 1993 bis 1995 war er Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), bevor er 1995 das Amt des Präsidenten übernahm – eine Position, die er 26 Jahre lang bis 2021 innehatte, ehe er zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. Während seiner Amtszeit galt er als leidenschaftlicher Visionär und unermüdlicher Verfechter der paralympischen Werte. Der heutige DBS-Präsident Hans-Jörg Michels würdigte Quades Authentizität, Herzlichkeit und seine menschliche Art. Friedhelm Julius Beucher, Ehrenpräsident des Verbandes, betonte, dass Quades Werk sowohl Verpflichtung als auch Inspiration bleibe. Zudem hob er dessen prägende Rolle bei der Gestaltung der paralympischen Bewegung in Deutschland hervor.
Quade hinterlässt ein Erbe von über drei Jahrzehnten im Behindertensport. Seine Verdienste als Sportler, Funktionär und Fürsprecher haben den DBS und die gesamte Paralympic-Gemeinschaft nachhaltig geprägt. Sein Wirken wird auch künftige Generationen der Bewegung inspirieren.
