Steinmeier ruft zu Mut und Hoffnung an Weihnachten auf - Steinmeier ruft zu Mut und Hoffnung an Weihnachten auf
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine traditionelle Weihnachtsbotschaft überbracht und darin zu Mut und Solidarität aufgerufen. Im Mittelpunkt seiner Ansprache stand der anhaltende Krieg in der Ukraine als zentrale Herausforderung für Europa. Gleichzeitig reflektierte er über die Bedeutung von Weihnachten in schwierigen Zeiten.
Steinmeier begann mit der Beschreibung von Weihnachten als einer Zeit der Vorfreude, der Wärme und des Vertrauens. Er erinnerte an die tiefere Botschaft des Festes: die Verheißung von Licht in der Dunkelheit. Doch in diesem Jahr richtete sich sein Blick vor allem auf die Bewährungsproben, vor denen Europa steht – allen voran der Krieg in der Ukraine.
Zwar hätten jüngste Gespräche über mögliche Friedenslösungen in der Ukraine vorsichtige Hoffnung geweckt, gab der Bundespräsident zu. Doch die Sorge bleibe groß. Er betonte, dass Europa bei grundlegenden Werten keine Kompromisse eingehen werde – bei Freiheit, Menschenwürde und demokratischer Selbstbestimmung.
Gleichzeitig hob Steinmeier hervor, dass die Europäer ihre gemeinsame Stärke und ihre Werte wiederentdeckt hätten. Solidarität, so der Präsident, dürfe nicht an den deutschen Grenzen enden, sondern müsse besonders denen gelten, die in der Ukraine leiden. Seine Worte unterstrichen die Notwendigkeit von Zivilcourage im alltäglichen Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten.
In seiner Botschaft verband Steinmeier weihnachtliche Besinnung mit einem Appell zum Handeln. Er rief dazu auf, fest zu den eigenen Werten zu stehen und gleichzeitig denen beizustehen, die Hilfe brauchen. Am Ende seiner Ansprache verknüpfte er die Hoffnung von Weihnachten mit den bevorstehenden Aufgaben – ein Plädoyer für Entschlossenheit in unsicheren Zeiten.
