SPD scheitert mit Plan für landeseigenes Wohnungsunternehmen in Schleswig-Holstein
Finn FuchsNord-SPD fordert Wohnungsgesellschaft - SPD scheitert mit Plan für landeseigenes Wohnungsunternehmen in Schleswig-Holstein
Die Schleswig-Holsteinische SPD hat sich für die Gründung eines landeseigenen Wohnungsunternehmens starkgemacht, um die Wohnungsnot in der Region zu bekämpfen. Ihr Vorschlag zielte darauf ab, Bauland zu erschließen und den Bestand an bezahlbarem Wohnraum auszubauen. Doch die regierende Koalition lehnte den Plan ab und setzte stattdessen auf einen anderen Ansatz.
Die Initiative der Sozialdemokraten sah vor, dass ein staatliches Unternehmen Sozialwohnungen bauen und verwalten sollte. Der Abgeordnete Thomas Hölck betonte die Dringlichkeit und verwies auf fast 18.000 geförderte Wohnungen, die bald ihren Status verlieren könnten. Die SPD argumentierte, dass eine direkte staatliche Beteiligung die Entwicklung beschleunigen und langfristige Bezahlbarkeit sichern würde.
Die CDU-Grünen-FDP-Koalition wies den SPD-Vorschlag zurück. Stattdessen unterstützte sie einen Alternativplan zusammen mit dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW). Diese Version setzt auf die Schaffung einer Beratungsagentur, die Kommunen in Wohnungsfragen unterstützen soll – statt auf ein vollständig in staatlicher Hand befindliches Unternehmen.
Obwohl keine konkreten Beispiele für landeseigene Wohnungsgesellschaften in anderen Regionen genannt wurden, zeigen allgemeine Trends Fortschritte. Im Januar 2026 stiegen die Baugenehmigungen um 8,4 Prozent, und norddeutsche Bundesländer wie Bremen vereinbarten auf dem Norddeutschen Wohngipfel 2026, Planungsverfahren zu beschleunigen und Kosten zu senken.
Der SPD-Antrag auf ein landeseigenes Wohnungsunternehmen wurde abgelehnt, sodass die Beratungsagentur als gewählte Lösung bleibt. Angesichts tausender geförderter Wohnungen, deren Status bald entfällt, bleibt die Debatte über die beste Strategie gegen Wohnungsmangel weiter aktuell. Der Koalitionsansatz konzentriert sich nun auf Beratung statt auf direkten Wohnungsbau.






