Servicewohnen Mercatorwiese: Selbstständig leben mit unsichtbarem Sicherheitsnetz
Elias Hofmann
Servicewohnen Mercatorwiese: Selbstständig leben mit unsichtbarem Sicherheitsnetz
Servicewohnen Mercatorwiese liegt an der Feldstraße, nur wenige Gehminuten von den belebteren Straßen Mettenhofs entfernt. Es ist kein Pflegeheim – eher eine Wohnung mit Sicherheitsnetz. Betrieben wird es vom DRK und richtet sich an ältere Menschen, die ihr Leben weitgehend selbst meistern, aber vielleicht Unterstützung bei Medikamenten, Haushaltsaufgaben oder unterwegs brauchen.
Das Gebäude fällt nicht besonders auf. Es wirkt wie ein ganz normales Wohnhaus in der Nähe des Mercatorwiese-Parks. Innen steht das Konzept: selbstständig leben, aber mit jemandem im Hintergrund, falls es mal schwierig wird. Kein Krankenhausflair, keine sterilen Flure. Es gibt Aktivitäten, aber keinen prall gefüllten Veranstaltungskalender – wahrscheinlich einfach das, worauf die Bewohner wirklich Lust haben.
Die Öffnungszeiten sind von 10 bis 20 Uhr, sonntags geschlossen. Praktisch für die meisten Angelegenheiten, aber was passiert, wenn jemand mitten in der Nacht Hilfe braucht? Eine Online-Bewertung vergab vier Sterne – nicht schlecht, doch solche Einrichtungen leben meist von Mundpropaganda in der Nachbarschaft.
Wer etwas zwischen vollständiger Selbstständigkeit und einer Pflegeeinrichtung sucht, könnte hier fündig werden. Kein luxuriöses Seniorendorf, aber die DRK-Trägerschaft spricht für seriöse, unaufgeregte Qualität. Die Adresse lautet Feldstraße 247. Eine Website oder Telefonnummer ist nicht angegeben, also müsste man sich an das örtliche DRK-Büro wenden.
In Kiel reicht das Angebot an Seniorenwohnungen von teuer bis institutionell – dieser Ort ist beides nicht. Er ist einfach … da, wenn man ihn braucht. Ansonsten lebt man hier sein Leben, nach den eigenen Vorstellungen.
