23 December 2025, 18:10

Ministerpr√§sident Kretschmer ruft zur Einheit auf

Ein Weihnachtsbaum auf einer Straße mit Menschen drumherum, flankiert von zwei Fahnenmasten, mit beleuchteten Gebäuden im Hintergrund.

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Dresdner Frauenkirche veranstaltet Sachsens größten Freiluft-Gottesdienst an Heiligabend

Am 24. Dezember fand in der Dresdner Frauenkirche Sachsens größter Freiluft-Gottesdienst an Heiligabend statt – ein Fest, das Tausende Besucher anzog. Die jährliche Veranstaltung, die mittlerweile eine lange Tradition ist, begann 1993 zwischen den Trümmern der im Zweiten Weltkrieg zerstörten und später wiederaufgebauten Kirche.

Der erste Gottesdienst an Heiligabend fand am 23. Dezember 1993 vor dem Altar der Frauenkirche statt, der aus dem Kriegsschutt geborgen worden war. Über die Jahrzehnte entwickelte sich die Feier zum größten regelmäßigen Open-Air-Kirchentreffen Sachsens, an dem seit der Erstauflage mehr als eine halbe Million Menschen teilgenommen haben.

Bei der diesjährigen Feier gestalteten das Blechbläserensemble Ludwig Güttler, die Sopranistin Olena Tokar, der Dresdner Motettenchor und die Sächsische Posaunenmission das musikalische Programm. Nach ihren Auftritten folgten Ansprachen prominenter Persönlichkeiten. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wandte sich an die Menge und rief zu mehr Solidarität und Zusammenhalt auf. Er äußerte die Hoffnung, dass der Frieden und die Gemeinschaft des Festes auch im neuen Jahr anhalten mögen. Landesbischof Tobias Bilz betonte in seiner Rede die Bedeutung, die Herausforderungen des Lebens mit der Unterstützung anderer zu meistern. Er ermutigte die Anwesenden, sich im Gebet zu stärken und einander zu vertrauen, statt Probleme allein zu tragen. Bilz erinnerte zudem an die oft vernachlässigte christliche Tugend der Hoffnung und forderte die Menschen auf, gemeinsame Werte zu suchen und unterschiedliche Perspektiven zu verstehen, um Mitgefühl zu fördern.

Der Gottesdienst in der Frauenkirche bleibt ein Symbol für Widerstandskraft und Gemeinschaft, das Jahr für Jahr zu Weihnachten Menschen zusammenführt. Mit einer Mischung aus Musik, Besinnung und Aufrufen zur Einheit zieht die Veranstaltung weiterhin große Besucherzahlen an und festigt ihren Platz als fester Bestandteil der sächsischen Festtagstraditionen. Die wiederaufgebaute Kirche, einst eine Kriegsruine, ist heute ein Ort der gemeinsamen Hoffnung und des Zusammenhalts.

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