Felix Magath scheitert beim HSV – und Deutschlands Image leidet weiter
Nina WalterDas sind die (nicht ganz offiziellen) Verlierer des Jahres 2025 - Felix Magath scheitert beim HSV – und Deutschlands Image leidet weiter
Eine Reihe spektakulärer Vorfälle hat in diesem Herbst die Schlagzeilen in deutschem Fußball und Unterhaltungsbranche dominiert. Der ehemalige Bundesliga-Trainer Felix Magath durfte den Hamburger SV aufgrund von Ligaregeln nicht führen. Gleichzeitig sorgten juristische Auseinandersetzungen und ungewöhnliche Kontroversen um Prominente für zusätzliche Diskussionen in einem ohnehin herausfordernden Umfeld für das Land.
Die Meldungen kommen zu einer Zeit, in der Deutschlands internationales Ansehen auch in anderen, nicht zusammenhängenden Bereichen Rückschläge erlebt – etwa bei der Rangliste der Reisepässe.
Felix Magaths Bewerbung um das Amt des Präsidenten des Hamburger SV wurde am 23. Oktober 2024 von der Deutschen Fußball Liga (DFL) abgelehnt. Die Entscheidung folgte auf die offizielle Nominierung des 71-Jährigen durch den HSV, der nach den Statuten der DFL jedoch nicht wählbar war. Demnach dürfen Personen mit einer aktiven oder kürzlich gültigen Trainernlizenz kein Amt in einem Führungsgremium bekleiden. Da Magaths Lizenz weiterhin gültig ist, schloss dies eine Kandidatur automatisch aus.
Thomas Kuntz, Mitglied des Aufsichtsrats des Vereins, bestätigte das Ergebnis in öffentlichen Stellungnahmen. Berichten zufolge war dem HSV das mögliche Konfliktpotenzial bekannt, dennoch wurde die Nominierung vorangetrieben. Unterdessen musste sich Schauspieler Jimi Blue Ochsenknecht wegen unbezahlter Hotelrechnungen vor Gericht verantworten – ein Fall, der durch die Veröffentlichung von Gerichtsakten besondere Medienaufmerksamkeit erhielt. Gleichzeitig geriet Erik ten Hag, Trainer von Bayer Leverkusen, wegen der unbeständigen Leistungen seines Teams zunehmend in die Kritik. Für eine eher auflockernde, aber dennoch viel diskutierte Episode sorgte Gesundheitsminister Karl Lauterbach, als bekannt wurde, wo er Tischtennis spielt. Der ungewöhnliche Ort entwickelte sich zu einem kleinen Gesprächsthema in sozialen Medien und Nachrichtenportalen.
Die Entwicklungen im Sport und in der Unterhaltungsbranche fallen zusammen mit einem weiteren Rückgang des internationalen Rufs Deutschlands. Der deutsche Reisepass, einst für seine weltweite Visumfreiheit hoch angesehen, verlor in der Rangliste 2025 deutlich an Boden.
Magaths Ausschluss von der HSV-Präsidentschaft unterstreicht die strenge Durchsetzung der DFL-Regularien. Der Verein muss nun nach einem alternativen Kandidaten für das Amt suchen. Gleichzeitig spiegeln Ochsenknechts juristische Probleme und Lauterbachs Tischtennis-Kontroverse die Bandbreite der Themen wider, die aktuell die öffentliche Aufmerksamkeit beschäftigen.
Der Rückgang in der Reisepass-Rangliste ist ein weiteres Beispiel für ein Jahr des Umbruchs – sowohl in der Sportverwaltung als auch im weiteren nationalen Image.
