Brandenburgs Verkehrsminister warnt vor jahrelangen Bahnchaos für Passagiere
Finn FuchsMinister: Bahnreisende müssen weiter leiden - Brandenburgs Verkehrsminister warnt vor jahrelangen Bahnchaos für Passagiere
Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert warnt vor jahrelangen Bahnbehinderungen
Der 65-jährige Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert, der bald aus dem Amt scheiden wird, hat vor anhaltenden Zugausfällen in den kommenden Jahren gewarnt. Er kritisierte die aktuelle Umsetzung der Modernisierungsarbeiten als teuer und ineffizient. Sein Rückzug folgt auf politische Verschiebungen nach dem Scheitern der SPD-BSW-Koalition.
Tabbert setzt sich seit Langem gegen langfristige Passagier-behinderungen ein, da diese Fahrgäste verärgerten und das Vertrauen in die öffentliche Verkehrsinfrastruktur untergruben. Als Beispiel nannte er die Strecke Hamburg–Berlin, wo monatelange Sperrungen zu massiven Beeinträchtigungen führten. Stattdessen plädiert er für kürzere, abschnittsweise Bauphasen, um die Belastungen zu minimieren.
Auch die Ersatzbusse stehen in der Kritik – wegen hoher Kosten und unzuverlässiger Verbindungen. Tabbert, der selbst regelmäßig die Bahn nutzt, räumte ein, dass er unter den Mängeln leide, und fordert, aus internationalen Vorbildern zu lernen, um die Effizienz zu steigern. Zu seinen Plänen gehört, den Einsatz von Bussen bei künftigen Projekten zu reduzieren.
Sein Rücktritt erfolgt nach dem Austritt aus der BSW-Partei, den er gemeinsam mit Gesundheitsministerin Britta Müller nach den Koalitionsturbulenzen vollzog. Noch ist kein Nachfolger benannt, während Verhandlungen über eine mögliche SPD-CDU-Regierung laufen. Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte CDU-Chef Redmann Schlüsselpositionen übernehmen. Nach seinem Ausscheiden aus der Politik will sich Tabbert ehrenamtlich engagieren und seinen Hobbys widmen. Sein Abschied steht in den nächsten Wochen an, sobald die neue Regierung steht.
Mit Tabberts Ausscheiden befindet sich die Verkehrspolitik Brandenburgs im Umbruch. Seine Forderungen nach kürzeren Sperrzeiten und weniger Passagier-behinderungen könnten künftige Bahnmodernisierungen prägen. Bis dahin müssen sich Fahrgäste jedoch auf weitere Verspätungen einstellen, während die Arbeiten andauern.
