Brandenburg plant Wohnsitzregeln für Migranten nach Gewalt an Cottbuser Schulen
Finn FuchsBrandenburg verhängt Wohnsitzbeschränkungen für Migranten - Brandenburg plant Wohnsitzregeln für Migranten nach Gewalt an Cottbuser Schulen
Brandenburgs Innenminister René Wilke hat Pläne für strengere Kontrollen des Aufenthaltsorts von Migrantinnen und Migranten angekündigt. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über Gewalt an Schulen und soziale Spannungen in Cottbus. Beamte trafen sich in dieser Woche, um lokale Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze zu erörtern.
Die Entscheidung folgt Gesprächen in Cottbus, an denen neben Minister Wilke auch Bildungsminister Steffen Freiberg und Oberbürgermeister Tobias Schick teilnahmen. Eltern der Regine-Hildebrandt-Grundschule hatten zuvor wiederholt auf anhaltende Gewalt und Sicherheitsprobleme hingewiesen.
Nach den geplanten Regelungen könnten Migrantinnen und Migranten mit Aufenthaltserlaubnis verpflichtet werden, in bestimmten Gebieten zu wohnen. Ziel ist es, eine Überlastung in städtischen Ballungsräumen zu verhindern und die Integration zu fördern. Die Behörden hoffen, damit den Druck auf Schulen zu verringern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Stand Januar 2026 sind jedoch noch keine kreisspezifischen Wohnsitzregelungen öffentlich bestätigt worden. Die Diskussionen konzentrieren sich weiterhin auf landesweite Maßnahmen.
Die neuen Vorschriften zielen auf jüngste Gewaltvorfälle an Cottbuser Schulen sowie auf weitergehende soziale Problemlagen ab. Sollten sie umgesetzt werden, würde die Verteilung von Migrantengruppen neu geregelt, um eine zu starke Konzentration in urbanen Gebieten zu vermeiden. Die Verantwortlichen prüfen weiterhin, wie lokale Spannungen und Integrationsherausforderungen am besten angegangen werden können.
