25 December 2025, 10:10

Bätzing warnt in Weihnachtsrede vor Nationalismus und fordert globale Einheit

Der Einband des Buches "Sankt Nikolaus für November" zeigt Santa Claus und ein Kind.

Bischof Bätzing warnt vor neuem Nationalismus - Bätzing warnt in Weihnachtsrede vor Nationalismus und fordert globale Einheit

Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hielt in seiner Weihnachtspredigt eine eindringliche Warnung vor den Gefahren des Nationalismus. Bei einer Veranstaltung der Limburger Domstiftung rief er die Zuhörer auf, sich in einer zunehmend vernetzten Welt gegen Spaltung zu stellen.

Bätzing betonte die Weihnachtsgeschichte als starken Kontrast zum Streben nach irdischer Macht. Er beschrieb Gottes Entscheidung, als schutzloses Kind zu erscheinen, und argumentierte, dass diese Demonstration von Verletzlichkeit die Vorherrschaft der Mächtigen infrage stelle. Der Bischof gestand, dass ihn diese Vorstellung einer zurückgenommenen göttlichen Macht seit jeher in seinem eigenen Glauben bestärke.

Die Predigt fand im Rahmen eines größeren Veranstaltungs von Kirchenvertretern aus der Region statt. Neben Bätzing nahmen die katholischen Bischöfe Stephan Ackermann (Trier), Peter Kohlgraf (Mainz) und Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) teil. Auf protestantischer Seite waren Beate Hofmann (EKKW), Thorsten Latzel (EKiR), Christiane Tietz (EKHN) sowie Dorothee Wüst von der Evangelischen Kirche der Pfalz vertreten. In seiner Ansprache unterstrich Bätzing, dass Isolation in der heutigen vernetzten Gesellschaft nicht mehr möglich sei. Er plädierte für Einheit und deutete die Weihnachtsbotschaft als Mahnung zur gemeinsamen Menschlichkeit jenseits von Grenzen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Predigt steht im Kontext der laufenden Debatten zwischen katholischen und protestantischen Führungspersönlichkeiten über Nationalismus und globale Solidarität. Bätzings Worte unterstreichen die ablehnende Haltung der Kirchen gegenüber Spaltung und verweisen stattdessen auf die Weihnachtsgeschichte als Vorbild für Demut und Verbundenheit. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr die enge Zusammenarbeit regionaler Glaubensvertreter bei drängenden gesellschaftlichen Fragen.