Wolters Brauerei in Braunschweig beantragt Eigenverwaltung – Stadt sucht Rettungswege
Nina WalterWolters Brauerei in Braunschweig beantragt Eigenverwaltung – Stadt sucht Rettungswege
Die Wolters Brauerei in Braunschweig hat Eigenverwaltung beantragt. Der Schritt hat Sorgen um die Zukunft des traditionsreichen Betriebs ausgelöst – lokale Politiker suchen nun nach Wegen, das Unternehmen zu unterstützen. Gerüchte über einen möglichen Zusammenbruch machen bereits die Runde.
Die CDU-Fraktion im Stadtrat plant, einen Eilantrag zur Einrichtung einer Taskforce einzubringen. Dieser Arbeitsgruppe sollen die Brauereiführung, der Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie Spitzenvertreter der großen Ratsfraktionen angehören.
Das Rathaus zeigt sich vorsichtig optimistisch bezüglich der Überlebenschancen von Wolters. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Brauerei noch über ausreichende wirtschaftliche Kraft verfügt, um fortzubestehen. Gleichzeitig betonen sie, dass die Stadt keinen direkten Einfluss auf das Umstrukturierungsverfahren habe.
Für ein runden Tisch-Gespräch verlangt die Stadtverwaltung zunächst die Ergebnisse der Insolvenzverhandlungen. Zudem müsse eine klare Strategie für die Fortführung oder Neuausrichtung des Betriebs vorgelegt werden. Kommunale Hilfen sind aufgrund strenger Wettbewerbs- und Beihilferegeln nur begrenzt möglich.
Die Stadtverwaltung betrachtet die Wolters Brauerei als wichtigen Teil der regionalen Ess- und Trinkkultur. Man stehe weiteren Gesprächen mit der Unternehmensführung im Rahmen eines Runden Tisches offen gegenüber – unter Einbindung von Ratsvertretern und regionalen Akteuren.
Mit dem Insolvenzantrag sind Bemühungen angelaufen, die Zukunft der Brauerei zu sichern. Die geplante Taskforce soll zentrale Gruppen zusammenbringen, um Lösungen zu erarbeiten. Die vorsichtige Zuversicht des Rathauses hängt nun von den Ergebnissen der laufenden Verhandlungen und einem tragfähigen Sanierungskonzept ab.

