Neue Ausstellung: 'Die Beseitigung von GDR-Staatssymbolen' - Verschwundene DDR-Symbole: Was vom untergegangenen Staat blieb
Nach der deutschen Wiedervereinigung
Die Beseitigung von DDR-Symbolen begann kurz nach dem Fall der Berliner Mauer rasant. Kommunalbehörden im gesamten neu vereinten Land demontierten staatliche Embleme und behandelten sie oft wie Bauschutt. Obwohl die Entsorgung flächendeckend erfolgte, gab es keine zentrale Dokumentation darüber, wie viele Gegenstände entfernt wurden oder wohin sie gelangten.
Einige Symbole entgingen der Vernichtung und fanden in Museen eine neue Heimat. Das DDR-Museum Berlin-Mitte hat für eine Sonderausstellung eine Sammlung dieser Relikte zusammengetragen. Unter dem Titel "Ein Land im Container: Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole" untersucht sie, wie eine nationale Identität abgebaut – und manchmal bewahrt – wurde.
Die Ausstellung läuft noch bis Mitte November und gibt Besuchern die Möglichkeit, Überreste eines untergegangenen Staates zu sehen. Von Orden bis zu offiziellen Abzeichen erzählen die Exponate die Geschichte eines rasanten politischen Wandels und der materiellen Spuren, die er hinterließ.
Das Schicksal der meisten DDR-Symbole bleibt undokumentiert – viele dürften auf Deponien oder in Privatbesitz verschwunden sein. Die Berliner Ausstellung bietet eine der wenigen öffentlichen Aufzeichnungen über ihre Entsorgung. Für Historiker und die Öffentlichkeit sind diese Artefakte greifbare Erinnerungen an eine geteilte Vergangenheit.






