29 June 2026, 20:12

VBU warnt vor Reformen: Minijobs als Wirtschaftsmotor in Gefahr

Minijob-Reform: Baden-Württembergischer Unternehmensverband fordert Stopp

VBU warnt vor Reformen: Minijobs als Wirtschaftsmotor in Gefahr

Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre geplanten Reformen des Minijob-Systems in Deutschland fallen zu lassen. Der Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörden Änderungen bei der geringfügigen Beschäftigung prüfen, ohne dass bisher eine endgültige Entscheidung getroffen wurde.

Der VBU betont, dass Minijobs eine zentrale Rolle in der Wirtschaft spielen. Sie helfen Branchen wie dem Handwerk, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), dem Einzelhandel, der Gastronomie, Dienstleistern und sozialen Einrichtungen, saisonale Nachfragespitzen und kurzfristige Personalengpässe zu bewältigen. Gleichzeitig bieten sie Studierenden, Rentnern, Teilzeit-Eltern, Pflegekräften und Personen, die ein Zusatzeinkommen suchen, eine wichtige Einkommensquelle.

Laut Verband leisten Minijobs bereits durch Pauschalabgaben erhebliche Beiträge zur Sozialversicherung. Eine Abschaffung oder Einschränkung des Systems würde sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber zu höheren Kosten führen: Beschäftigte hätten weniger Nettoeinkommen, während Unternehmen mit höheren Lohnkosten, mehr Bürokratie und geringerer Flexibilität konfrontiert wären.

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Der VBU warnt, dass die Streichung der Minijobs den Fachkräftemangel verschärfen und die Wettbewerbsfähigkeit vieler Betriebe beeinträchtigen würde. Statt das System zu reformieren, fordert der Verband die Regierung auf, Bürokratie abzubauen und die Belastungen für Unternehmen zu verringern.

In seiner Stellungnahme unterstreicht der VBU die wirtschaftliche Bedeutung von Minijobs – sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer. Ohne sie könnten Unternehmen Schwierigkeiten bei der Personalplanung bekommen, und viele Menschen würden eine flexible Einnahmequelle verlieren. Eine endgültige Entscheidung der Regierung zu den geplanten Reformen steht noch aus.

Quelle