USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und lösen politische Empörung aus
Nina WalterUSA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und lösen politische Empörung aus
Die Entscheidung der USA, 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen, hat scharfe Kritik von politischen Führungskräften ausgelöst. Abgeordnete verschiedener Parteien äußerten Besorgnis über Sicherheitsrisiken und wirtschaftliche Folgen für lokale Arbeitskräfte, die mit den amerikanischen Stützpunkten verbunden sind.
Die SPD stand an der Spitze der Gegenwehr: Die verteidigungspolitische Sprecherin Siemtje Möller bezeichnete die Drohungen von Präsident Trump als „unberechenbar“ und den Truppenabzug als „strategisch unbegründet“. Sie argumentierte, der Schritt schwäche die gemeinsamen Sicherheitsinteressen, und forderte europäische Staaten auf, ihre eigenen Verteidigungsinvestitionen schneller auszubauen.
Der außenpolitische Sprecher der CDU, Jürgen Hardt, warnte, der Abzug der Truppen untergrabe jahrzehntelange konventionelle Abschreckung. Er verwies auf zentrale US-Einrichtungen in Deutschland wie das EUCOM in Stuttgart und die Ramstein Air Base als unverzichtbar für die transatlantische Sicherheit. Unterdessen wies der Militär-experte Carlo Masala auf ein noch größeres Problem hin: die Streichung eines für 2024 geplanten Abkommens zwischen den USA und Deutschland über Marschflugkörper vom Typ Tomahawk und Hyperschallwaffen vom Typ Dark Eagle.
Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen sorgten für Aufsehen. Allein in Rheinland-Pfalz arbeiten etwa 6.500 lokale Beschäftigte direkt für die US-Streitkräfte, bundesweit sind es rund 12.000. Der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Sören Pellmann, kritisierte das Fehlen eines Sozialplans für diese Arbeitnehmer. Seine Partei, die sich seit Langem für die Schließung von US-Stützpunkten in Deutschland einsetzt, bezeichnete den Abzug jedoch als „viel Lärm um nichts“.
Der Truppenabbau gefährdet Tausende deutsche Arbeitsplätze und wirft Fragen zur künftigen sicherheitspolitischen Zusammenarbeit auf. Die Abgeordneten stehen nun unter Druck, sowohl die wirtschaftlichen Folgen für die Stützpunktmitarbeiter als auch die weiteren Auswirkungen auf die europäische Verteidigungsstrategie zu bewältigen.






