16 March 2026, 22:06

Uli Hoeneß greift vegane Ernährung an – trotz eigener Herzprobleme

Papier mit gedrucktem Text und einer Illustration, die "Samuel Hack, Schweinefleischmann und Wursthersteller, Feine Bewdley Würste" zeigt.

Uli Hoeneß greift vegane Ernährung an – trotz eigener Herzprobleme

Uli Hoeneß, der ehemalige Präsident des FC Bayern München und Wurstwaren-Unternehmer, hat mit seiner Kritik an veganer Ernährung eine Debatte ausgelöst. Er behauptet, dass diese langfristig gesundheitliche Probleme verursache – trotz eigener Herzprobleme und Bluthochdruck in der Vergangenheit. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der pflanzliche Ernährung in Deutschland immer beliebter wird.

In einem aktuellen Interview machte Hoeneß deutlich, dass er Vegetarier noch akzeptieren könne, Veganer jedoch nicht – diese bezeichnete er als militant. Seine Aussagen kommen zu einer Zeit, in der sich die Essgewohnheiten vieler Menschen ändern: Immer mehr entscheiden sich aus gesundheitlichen Gründen, wegen des Tierschutzes oder aus Umweltschutzgründen für pflanzliche Alternativen.

Wissenschaftliche Studien haben wiederholt einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch und Milchprodukten und dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes Typ 2 nachgewiesen. Dennoch bleibt Hoeneß, dessen Familie mit der Fleischwarenfirma HoWe Wurstwaren im Geschäft ist, skeptisch gegenüber dem Veganismus. Seine Haltung steht im Kontrast zu anderen Branchenvertretern, wie etwa dem Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, der bereits 2014 auf die gesundheitlichen Risiken von Wurstwaren hinwies.

Seither hat sich der Markt für pflanzliche Wurstalternativen in Deutschland deutlich ausgeweitet. Traditionelle Fleischproduzenten, darunter auch die Rügenwalder Mühle, haben vegane und vegetarische Produktlinien eingeführt, um der Nachfrage gerecht zu werden. Dennoch machen diese Alternativen bisher nur einen kleinen Teil des gesamten Wurstmarktes aus.

Als Reaktion auf Hoeneß' Aussagen lud die Tierrechtsorganisation PETA ihn ein, an ihrem Programm Veganstart teilzunehmen. Damit soll auch Kritikern wie ihm eine offenere Haltung gegenüber pflanzlicher Ernährung ermöglicht werden.

Hoeneß' Kritik unterstreicht den anhaltenden Konflikt zwischen der traditionellen Fleischindustrie und dem wachsenden Trend zum Veganismus. Zwar gewinnen pflanzliche Produkte an Boden, bleiben aber in Deutschland weiterhin ein Nischenmarkt. Seine Äußerungen lenken zudem den Blick auf seine eigenen gesundheitlichen Probleme – die, wie Studien nahelegen, durch Ernährungsgewohnheiten mitbedingt sein könnten.

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