Türkei kehrt mit knappen 1:0-Sieg gegen Kosovo zur WM 2026 zurück
Die türkische Fußballnationalmannschaft hat sich nach einem hart umkämpften Sieg gegen den Kosovo für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. Kerem Aktürkoğlu erzielte in der 53. Minute das entscheidende Tor und löste damit landesweite Jubelfeiern unter den Fans aus. Der Sieg markiert die Rückkehr des Landes ins Turnier – erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten.
Das Spiel endete mit einem 1:0, was für die Qualifikation der Türkei ausreichte. Ihr letzter Auftritt bei einer WM datiert aus dem Jahr 2002, als die Mannschaft bis ins Halbfinale vorstieß und schließlich Dritter wurde. Es ist die dritte WM-Teilnahme der Türkei nach 1954 und 2002.
Hunderte türkische Anhänger feierten den Sieg auf den Straßen Berlins. Entlang des Kurfürstendamms versammelten sich Menschenmengen, schwenkten Flaggen und bildeten Autokorsos. Ein Polizeisprecher berichtete von vereinzelten Vorfällen mit Feuerwerk und Pyrotechnik während der Feierlichkeiten.
Berlin beherbergt eine große türkische Gemeinschaft, deren Größe auf 200.000 bis 300.000 Menschen geschätzt wird. Die Gruppe prägt das kulturelle und politische Leben der Stadt maßgeblich mit, etwa durch Veranstaltungen wie das anstehende "Gazino"-Festival in Schöneberg am 4. Juli 2026. Während viele für mehr Wahlrechte und bürgerschaftliche Teilhabe eintreten, bleiben Herausforderungen bestehen – darunter Probleme mit organisierter Kriminalität in einigen Clans.
Die Qualifikation der Türkei weckt bei den Fans neue Begeisterung, besonders in Städten wie Berlin mit einer starken türkischen Community. Die Rückkehr der Mannschaft auf die WM-Bühne beendet eine lange Abstinenz und ebnet den Weg für die nächste Herausforderung 2026. Die Feiern dauerten bis spät in die Nacht an, trotz kleinerer Zwischenfälle, über die lokale Behörden berichteten.






