07 May 2026, 00:09

Streit um Solinger Theater- und Konzerthaus eskaliert: Bürgerinitiative fordert Stopp der Pläne

Ein großer Zuschauerraum mit Stühlen, eine Bühne mit Musikern und eine Decke mit Lichtern und Fernsehern, alles in einer dunklen Atmosphäre, die an einen Konzertsaal während der Nationalkonvention 2019 erinnert.

Streit um Solinger Theater- und Konzerthaus eskaliert: Bürgerinitiative fordert Stopp der Pläne

Die Zukunft des Solinger Theater- und Konzerthauses bleibt hochumstritten, während die Spannungen zwischen lokalen Verantwortlichen und der Wählergruppe SG zukunft weiter zunehmen. Die Initiative kritisiert die aktuelle Debatte scharf und wirft den Beteiligten vor, zentrale Fragen zu kultureller Bedeutung und praktischen Auswirkungen zugunsten überstürzter Entscheidungen zu vernachlässigen.

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Laut SG zukunft wirke die Diskussion wie ein Scheinverfahren, das von vornherein auf ein feststehendes Ergebnis hinauslaufe, statt eine offene Prüfung zu ermöglichen. Die Gruppe besteht darauf, dass ein möglicher Neubau zunächst nachweisen müsse, dass er die kulturelle Vielfalt und Flexibilität des bestehenden Hauses erreichen kann. Matthias Urban, Sprecher der Initiative, betonte, wie sich das Theater- und Konzerthaus zu einem zentralen Ort entwickelt habe – als Veranstaltungsstätte für Konzerte ebenso wie für bürgerschaftliche Formate.

Gleichzeitig warnt SG zukunft vor der Vernachlässigung drängender Probleme: Dazu gehörten der Verlust von Parkflächen in der Umgebung sowie die Gefahr explodierender Kosten, wie sie etwa beim Bau der Feuerwehrwache in Ohligs zu beobachten gewesen seien. Zwar fordert die Gruppe eine gründliche Analyse der Zukunft des Theaters, doch der Neubau der Feuerwehrwache an der Katternberger Straße müsse nun Vorrang haben und zügig vorankommen.

Zweifel bleiben auch an der anstehenden Szenariostudie. SG zukunft bezweifelt, ob diese tatsächlich klare, umsetzbare Erkenntnisse liefern oder lediglich als Alibi für bereits getroffene Entscheidungen dienen werde.

Von einer Entspannung des Konflikts ist nichts zu spüren. Die Wählergruppe pocht auf mehr Transparenz und einen Stopp der aus ihrer Sicht überhasteten Planung. Solange keine umfassende Bewertung vorliege, dürften keine unumkehrbaren Schritte in Bezug auf das Theater- und Konzerthaus oder einen möglichen Ersatzbau unternommen werden, so ihre Forderung.

Quelle