Steuerzahlerbund prüft 290.000-Euro-Markendesign für Hessen – war das Geld gut investiert?
Lara BraunSteuerzahlerbund prüft 290.000-Euro-Markendesign für Hessen – war das Geld gut investiert?
Der Bund der Steuerzahler Hessen prüft die jüngste Markenneugestaltung der Landesregierung. Es gibt Zweifel, ob die Ausgaben von 290.000 Euro für das neue Design gerechtfertigt sind. Die Überprüfung erfolgt vor dem Hintergrund öffentlicher Kritik und einer hitzigen Debatte über die Kosten des Projekts.
Die neue Corporate Identity für Hessen wurde von der Agentur Ogilvy für rund 290.000 Euro entwickelt. Zusätzliche Kosten – etwa für interne Arbeitsstunden, technische Umsetzung und die schrittweise Einführung in den Behörden – lassen die Gesamtkosten jedoch weiterhin unklar erscheinen.
Joachim Papendick, Vorsitzender des Verbandes, argumentiert, dass Steuergelder stattdessen in essentielle Aufgaben fließen sollten. Er nennt Bereiche wie Bildung, Infrastruktur und innere Sicherheit als dringendere Prioritäten – besonders in Zeiten finanzieller Belastung und hoher Staatsverschuldung.
Obwohl der Verband die Notwendigkeit eines modernen Erscheinungsbildes anerkennt, wird geprüft, ob der Nutzen die Ausgaben rechtfertigt. Sollte das Projekt als überzogen eingestuft werden, könnte es in den jährlichen Bericht "Geldverschwendung: Das Schwarzbuch" aufgenommen werden.
Die Untersuchung soll klären, ob die Kosten für die Neugestaltung angemessen waren. Werden sie als unverhältnismäßig bewertet, könnte das Projekt als Beispiel für verschwendete öffentliche Mittel gelistet werden. Das Ergebnis könnte künftige Entscheidungen über die Verwendung von Landesgeldern beeinflussen.






