Deutsche Industrie im Umbruch: Warum Wachstumsbranchen die Zukunft prägen – außer in der Autoindustrie
Nina WalterDeutsche Industrie im Umbruch: Warum Wachstumsbranchen die Zukunft prägen – außer in der Autoindustrie
Deutsche Industrie im Wandel: Wachstumsbranchen dominieren – doch nicht überall
Die deutsche Industrie verändert sich rasant: Immer mehr Unternehmen konzentrieren sich auf Produkte mit wachsender Nachfrage. Drei aktuelle Studien des ifo Instituts, des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der Bertelsmann Stiftung kommen zu dem Schluss, dass die Befürchtungen einer Deindustrialisierung übertrieben sind. Doch nicht alle Branchen halten mit dem Tempo mit.
In den vergangenen fünf Jahren stammten 76 Prozent der Bruttowertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes aus Sektoren mit stetig steigender Nachfrage. Selbst in Krisenbereichen wie der Metallverarbeitung oder der Chemie dominieren mittlerweile hochprofitable Wachstumsprodukte die Unternehmensportfolios.
Eine Ausnahme bildet jedoch die Automobilindustrie. Während andere Branchen ihre Angebote zunehmend auf wachstumsstarke Märkte ausrichten, sind die deutschen Autoexporte nach China in den letzten Jahren um die Hälfte eingebrochen. Dieser Rückgang unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen der Branche.
Die Forscher raten der Politik, statt veraltete Strukturen zu schützen, Rahmenbedingungen für Innovation zu schaffen. Empfohlen werden Reformen an den Kapitalmärkten, in der Steuerpolitik und bei Regulierungen. Ein möglicher Lösungsansatz sieht vor, Produkte in Deutschland zu entwickeln, die Produktion aber ins Ausland zu verlagern – eine Kombination aus heimischem Know-how und globaler Fertigung.
Die Studien bestätigen: Die deutsche Industrie steht mitten in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Die meisten Unternehmen haben ihre Produktpalette bereits an die wachsende Nachfrage angepasst, doch die Automobilbranche hinkt hinterher. Die Forderung nach innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen zielt darauf ab, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit aller Sektoren zu sichern.






