Stefan Raabs TV-Comeback 2024: Warum Kritiker von einem "spektakulären Fiasko" sprechen
Lara BraunStefan Raabs TV-Comeback 2024: Warum Kritiker von einem "spektakulären Fiasko" sprechen
Stefan Raab kehrte im September 2024 mit großem Medienrummel ins Fernsehen zurück – ausgelöst durch sein Revanche-Duell gegen Regina Halmich. Doch das Comeback stößt auf scharfe Kritik, insbesondere von Kollege Oliver Pocher, der es als "spektakuläres Fiasko" bezeichnete. Geringe Einschaltquoten und abgesagte Formate verschärfen die Zweifel an Raabs jüngsten Projekten.
Vor seinem TV-Comeback 2024 hatte sich Raab jahrelang im Hintergrund betätigt. Zwischen 2021 und 2024 produzierte seine Firma Raab TV Formate wie TV total – moderiert von Sebastian Pufpaff – und brachte für RTL die Tower-Jumping-Show zurück. Zudem sicherte er sich 2023 die Rechte für Blamieren oder Kassieren und im Frühjahr 2024 für Schlag den Besten. Obwohl er 2023 seinen Vertrag mit Brainpool beendete, blieb er als Gesellschafter bei Raab TV engagiert.
Seine neue Late-Night-Show jedoch kämpft mit schwachen Quoten: Im Schnitt verfolgten nur 380.000 Zuschauer die Sendung, was einem Marktanteil von 5,5 Prozent in der Zielgruppe entspricht. Ein weiteres neues Format, Hier wirst du kein Millionär, wurde wegen mangelnden Publikumsinteresses eingestellt. Pocher übt unverhohlen Kritik – er spricht von einem "katastrophalen Reinfall" und wirft den Shows vor, sie seien ideenlos und uninspiriert.
Auch die These, Raabs Rückkehr sei finanziell motiviert, wies Pocher zurück. Stattdessen argumentiert er, der Entertainer untergrabe mit seiner Rückkehr sein eigenes Vermächtnis, indem er seine 2015 getroffene Entscheidung, endgültig mit dem Fernsehen zu brechen, ignoriert. Pocher zufolge grabe sich Raab mit jeder Folge "selbst das Wasser ab" – an den Erfolg von TV Total werde er niemals wieder anknüpfen können.
Bisher vermag Raabs Comeback nicht an frühere Erfolge anzuknüpfen. Mit eingestellten Formaten und sinkenden Quoten bleibt die Zukunft seiner Projekte ungewiss. Kritiker wie Pocher zeigen sich skeptisch, ob seine neuen Konzepte noch eine Wende schaffen können.






