27 March 2026, 18:05

SPD plant Rentereform und Milliarden-Boost für Start-up-Finanzierungen bis 2030

Alter deutscher Regierungsausweis mit rotem Stempel, Text und Zahlen auf altem Papier.

SPD plant Rentereform und Milliarden-Boost für Start-up-Finanzierungen bis 2030

Drei Abgeordnete der SPD haben Pläne zur Reform des deutschen Rentensystems und zur Förderung von Start-up-Finanzierungen vorgelegt. Ihr Vorschlag umfasst einen neuen kapitalgedeckten Pensionsfonds sowie erweiterte Anlageoptionen für PrivatInvestoren. Die Änderungen zielen darauf ab, bis 2030 insgesamt 25 Milliarden Euro für Wachstumsunternehmen zu mobilisieren – mehr als das Doppelte des ursprünglichen Ziels.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Initiative geht von den SPD-Politikern Philipp Rottwilm, Parsa Marvi und Daniel Bettermann aus, die alle dem Seeheimer Kreis angehören. In einem im März 2026 veröffentlichten Positionspapier skizzieren sie Reformen der WIN-Initiative, die ursprünglich bis 2030 12 Milliarden Euro für Start-up-Finanzierungen vorsah. Der neue Plan sieht vor, dass ein "Bundes-Pensionsfonds" bis zu fünf Prozent seiner Mittel in Start-ups und europäische Unternehmen investiert, die sich auf einen Börsengang vorbereiten.

Die Abgeordneten wollen zudem die Vorschriften für Versicherungen und Pensionskassen lockern, um ihnen mehr Spielraum für Investitionen in Start-ups zu geben. PrivatInvestoren sollen über neue Tranchen in Dachfonds leichteren Zugang zu Wachstumsunternehmen erhalten. Darüber hinaus schlägt das Papier "Forschungs- und Entwicklungssteuergutschriften" vor, um die steuerlichen Anreize für junge Unternehmen zu verbessern.

Die Rentereformen sehen die schrittweise Einführung eines kapitalgedeckten Systems innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung vor. Zunächst wäre der Fonds für betriebliche und private Altersvorsorge freiwillig. Langfristig könnte er jedoch Teile der gesetzlichen Rente finanzieren. Die Vorschläge knüpfen an jüngste Bundestagsbeschlüsse zur Reform der privaten Altersvorsorge an und sind Teil der Vorbereitungen der SPD auf ein umfassenderes Reformpaket.

Konkrete Anlagestrategien stehen noch nicht fest, da sich die Pläne noch in der Diskussionsphase befinden. Sollten die Reformen umgesetzt werden, könnten sie die Finanzierung von Start-ups deutlich ausweiten und gleichzeitig die Altersvorsorge neu gestalten. Die Abgeordneten argumentieren, dass die Änderungen sowohl die Rentenabsicherung als auch das Wirtschaftswachstum stärken würden.

Quelle