Schizophrener wegen brutalen Mordes an Rentnerin zu zwölf Jahren Haft verurteilt
Nina WalterSchizophrener wegen brutalen Mordes an Rentnerin zu zwölf Jahren Haft verurteilt
Ein an Schizophrenie erkrankter Mann ist wegen des Mordes an einer älteren Frau zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Der Prozess fand wegen seines psychischen Zustands unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Gericht begründete die besondere Schwere der Tat mit Habgier, Verrat und der Absicht, weitere Straftaten zu begehen.
Der Angeklagte war durch eine unverschlossene Balkontür in die Wohnung des Opfers eingedrungen, um Wertgegenstände zu stehlen. Dort griff er die Frau an, tötete sie und verübte anschließend eine sexuelle Nötigung. Forensische Beweise, darunter DNA-Spuren, führten später zu seiner Überführung; er wurde schließlich am Offenburger Bahnhof festgenommen.
Nach der Tat nutzte der Mann die Bankkarte des Opfers für Einkäufe in Kehl und Offenburg. Das Gericht sprach ihn des Mordes in Tateinheit mit Raub und Vergewaltigung mit Todesfolge schuldig. Zwar wurde seine Schizophrenie als mildernder Umstand anerkannt, doch betonte der Richter die besondere Brutalität der Tat sowie die vorsätzliche Planung des Angeklagten.
Das Urteil sieht eine Haftstrafe von zwölf Jahren vor, mit der Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung nach zwei Dritteln der Strafe – vorausgesetzt, sein Zustand bessert sich durch medizinische Behandlung. Die Richter wogen dabei die Schwere der Tat mit der psychischen Erkrankung des Angeklagten ab.






