12 April 2026, 18:07

BSW attackiert SPD: Wer trägt die Schuld für Brandenburgs Bildungschaos?

BSW distanziert sich von gemeinsamer Bildungsrichtlinie mit SPD

BSW attackiert SPD: Wer trägt die Schuld für Brandenburgs Bildungschaos?

Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Brandenburg wirft Ex-Koalitionspartner SPD Versagen in der Bildungspolitik vor

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Die Landesvorsitzende des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) in Brandenburg, Friederike Benda, hat die Bildungspolitik der früheren Koalitionspartner SPD scharf kritisiert. Die bisherigen Entscheidungen seien ein Fehler gewesen, der zu den aktuellen Personalengpässen und einer erhöhten Unterrichtsverpflichtung geführt habe, erklärte Benda. Der Streit eskaliert nach einem jüngeren Machtwechsel: Nach Jahrzehnten unter SPD-Führung verantwortet nun der CDU-Politiker Gordon Hoffmann das Bildungsressort.

Seit dem zweiten Halbjahr des laufenden Schuljahres müssen die meisten Lehrkräfte in Brandenburg eine zusätzliche Wochenstunde unterrichten. Gleichzeitig wurden im Rahmen von Sparmaßnahmen 345 Vollzeitstellen im Schulbereich für 2025 gestrichen. Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) machte diese Stellenkürzungen als einen der Hauptgründe für die verschärfte Lehrkräftenot aus.

Hoffmann warf der früheren SPD-BSW-Regierung vor, die Krise durch ihre Politik weiter verschärft zu haben. Benda wies diese Vorwürfe jedoch als "lächerlich" zurück und machte stattdessen sowohl SPD als auch CDU für 30 Jahre falscher Weichenstellungen verantwortlich. Besonders nannte sie die früheren SPD-Bildungsminister Steffen Freiberg und Robert Crumbach, die ihrer Ansicht nach für die Stellenabbau und die erhöhte Arbeitsbelastung der Lehrkräfte verantwortlich seien.

Das BSW hatte die Bildungspolitik der SPD zuvor noch unterstützt – ein Standpunkt, den Benda nun als Irrtum einräumt. Mit Hoffmanns Amtsantritt nach drei Jahrzehnten SPD-Führung bleibt die Stimmung angespannt, während die Frage nach Lösungen für den anhaltenden Lehrkräftemangel ungelöst ist.

Der Konflikt offenbart die seit Langem schwelenden Auseinandersetzungen über das brandenburgische Schulsystem. Lehrkräfte kämpfen weiterhin mit steigenden Arbeitsbelastungen, während Schulen durch Sparmaßnahmen unterbesetzt sind. Hoffmanns Ministerium steht nun vor der Herausforderung, den Personalmangel zu beheben – ein Problem, das beide großen Parteien zwar anerkennen, dessen Verantwortung sie sich jedoch gegenseitig zuschieben.

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