Rheinmetall testet ferngesteuerte Shuttles am Düsseldorfer Flughafen trotz Aktienrückgang
Nina WalterRheinmetall testet ferngesteuerte Shuttles am Düsseldorfer Flughafen trotz Aktienrückgang
Rheinmetall verzeichnete in den vergangenen Monaten einen deutlichen Kursrückgang – innerhalb eines Monats verlor die Aktie rund 15 Prozent ihres Werts. Auch am Donnerstag setzte sich der Abwärtstrend fort: Die Papiere büßten weitere 4,3 Prozent ein. Gleichzeitig treibt der Konzern ein innovatives Verkehrsprojekt am Düsseldorfer Flughafen voran.
Der Rüstungs- und Automobiltechnik-Konzern kooperiert dafür mit der MIRA GmbH und der Rheinbahn AG, um einen ferngesteuerten Shuttle-Service zu starten. Das Pilotprojekt, das im Mai 2026 an den Start gehen soll, erprobt die Nutzung von teleoperierten Fahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr. Die Strecke wird den Bahnhof des Flughafens mit dem EUREF-Campus und dem Hauptterminal verbinden.
Das System kombiniert eine Cloud-Infrastruktur, eine IoT-Plattform und ein Echtzeit-Flottenmanagement. Während der Testphase wird aus Sicherheitsgründen ein Fahrer an Bord bleiben, um den Betrieb zu überwachen. Ziel des Vorhabens ist es, die Technologie unter realen Bedingungen auf Sicherheit, Stabilität und wirtschaftliche Machbarkeit zu prüfen.
Entwickelt wurde das System im Rahmen der Forschungsinitiative PoQuaSIA und erhielt Fördergelder vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Langfristig soll die Fernsteuerung von Fahrzeugen für flexible, bedarfsgerechte Stadtverkehrslösungen optimiert werden.
Im Pilotbetrieb wird getestet, ob teleoperierte Shuttles auch in stark frequentierten Umgebungen sicher und effizient eingesetzt werden können. Bei Erfolg könnte die Technologie auf andere Städte ausgeweitet werden. Die Rheinmetall-Aktie bleibt indes unter Druck – die jüngsten Verluste spiegeln die allgemeinen Marktchancen wider.






