14 March 2026, 00:06

Rechtsextreme Gewerkschaft Zentrum zieht erstmals in VW-Betriebsrat ein

Ein roter Stempel mit der Aufschrift "Deutsches Reich" vor schwarzem Hintergrund.

Arbeitskreis betritt erstmals einen VW-Betriebsrat - Rechtsextreme Gewerkschaft Zentrum zieht erstmals in VW-Betriebsrat ein

Die Gewerkschaft Zentrum, die oft mit rechtsextremen Positionen in Verbindung gebracht wird, hat erstmals Sitze im Betriebsrat von Volkswagen errungen. Bei der jüngsten Wahl im Werk Braunschweig sicherte sich die Gruppe zwei Mandate. Dies markiert einen Wandel in der Interessenvertretung bei einem der größten Automobilhersteller Deutschlands.

Die Wahlergebnisse am Volkswagen-Standort Braunschweig zeigten, dass Zentrum 6,49 Prozent der Stimmen erhielt – ausreichend, um zwei der 35 verfügbaren Sitze zu besetzen. Beide Kandidaten der Gruppe zogen ein, obwohl nur zwei Namen auf dem Stimmzettel standen.

Die dominierende Gewerkschaft IG Metall behielt mit 78,5 Prozent der Stimmen und 28 Sitzen eine klare Mehrheit. Die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) erreichte 15 Prozent und damit fünf Sitze. Zentrum präsentierte sich als "alternative Gewerkschaft" und trat bei Volkswagen erstmals in Braunschweig mit einer eigenen Liste an.

Über Volkswagen hinaus verfügt Zentrum mittlerweile über insgesamt elf Sitze in Betriebsräten deutscher Automobilhersteller. Erstmals in Erscheinung trat die Gruppe 2009 im Mercedes-Benz-Werk Stuttgart-Untertürkheim, wo sie kürzlich 21 Prozent der Stimmen und neun Sitze holte. Der Erfolg in Braunschweig fügt zwei weitere Mandate zu ihrer wachsenden Präsenz hinzu.

Mit diesen Ergebnissen ist Zentrum nun in zwei bedeutenden Betriebsräten der Automobilindustrie vertreten. Die Ausweitung der Gruppe deutet auf einen Wandel in der Arbeitnehmervertretung bei Deutschlands größten Autobauern hin. In den vergangenen Monaten haben sowohl Beschäftigte von Volkswagen als auch von Mercedes-Benz ihre Kandidaten gewählt.

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