17 March 2026, 22:05

PETA enthüllt brutale Misshandlungen von Elefanten im Wuppertaler Zoo

Plakat für einen Münchner Zoo mit Bildern eines Leoparden und einer Hauskatze und Textinformationen über den Zoo.

PETA enthüllt brutale Misshandlungen von Elefanten im Wuppertaler Zoo

Die Tierrechtsorganisation PETA wirft dem Wuppertaler Zoo vor, seine Elefanten misszuhandeln. Videoaufnahmen zeigen, wie Pfleger Gewalt anwenden, um die Tiere zur Vorführung von Kunststücken und zum Posieren für Fotos zu zwingen. Die Organisation fordert nun umgehende Änderungen in der Haltung und im Management des Elefantenprogramms des Zoos.

Laut PETA werden die Tiere für kommerzielle Zwecke ausgenutzt, etwa bei privaten Veranstaltungen wie Hochzeiten. Zudem verlangt die Organisation ein vollständiges Verbot der Zucht und des Imports von Elefanten in Gefangenschaft.

Auf den von PETA veröffentlichten Aufnahmen ist zu sehen, wie Zoopfleger im Wuppertaler Zoo sogenannte Bullenhaken – scharfe Metallwerkzeuge – einsetzen, um die Elefanten während des Trainings zu kontrollieren. Fachleute bestätigen, dass solche Methoden sowohl körperliche Schmerzen als auch langfristigen psychischen Stress verursachen. Die Tiere müssen zudem Kunststücke vorführen und für Besucherfotos posieren, was PETA als erniedrigend bezeichnet.

Der Zoo erziele dem Bericht zufolge zusätzliche Einnahmen, indem er Elefanten für besondere Anlässe wie Hochzeitszeremonien oder geführte Touren anbiete. PETA kritisiert, dass hier Profitinteressen über das Wohl der Tiere gestellt würden. Zudem warnt die Organisation vor den Risiken von Unfällen und Krankheitsübertragungen, wenn Elefanten in ungeschütztem, engem Kontakt mit Menschen stehen.

PETA drängt den Zoo dazu, auf ein Protected-Contact-System umzustellen, bei dem Pfleger und Elefanten durch Barrieren voneinander getrennt sind, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Organisation habe bereits die örtlichen Behörden über die mutmaßlichen Misshandlungen informiert, doch bisher sei keine Reaktion erfolgt. Während einige deutsche Zoos wie Hannover ähnliche Änderungen planen – dort soll bis 2027 eine neue Anlage entstehen –, hat Wuppertal noch keine Reformen angekündigt.

Über den Einzelfall Wuppertal hinaus setzt sich PETA für weitergehende Einschränkungen ein. Die Organisation fordert ein vollständiges Ende der Elefantenzucht und -importe in Zoos mit dem Ziel, die Haltung in Gefangenschaft schrittweise abzuschaffen. PETA besteht darauf, dass kein Zoo in der Lage sei, die komplexen körperlichen und sozialen Bedürfnisse von Elefanten in künstlichen Umgebungen zu erfüllen.

Die Vorwürfe unterstreichen die anhaltenden Bedenken hinsichtlich des Elefantenschutzes in Zoos. Zu den Forderungen von PETA gehören das Ende erzwungener Vorführungen, die Einstellung von Zuchtprogrammen und die Einführung sicherer Haltungssysteme. Ohne Eingreifen, so die Warnung, werde das Leid der Tiere unter den aktuellen Bedingungen weitergehen.

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