Osterferien: Deutsche Bahn setzt 50 Sonderzüge wegen Rekordnachfrage ein
Finn FuchsOsterferien: Deutsche Bahn setzt 50 Sonderzüge wegen Rekordnachfrage ein
Deutsche Bahn verzeichnet riesigen Ansturm auf Zugbuchungen für die Osterferien. Der Run auf Tickets kommt, als stark gestiegene Spritpreise immer mehr Reisende auf die Schiene locken. Auf vielen beliebten Strecken sind die Züge bereits jetzt fast ausgebucht.
Am 28. März 2026 kündigte das Unternehmen an, zwischen dem 14. und 24. April50 zusätzliche Sonderzüge auf der Strecke Berlin–München einzusetzen. Besonders gefragte Verbindungen wie Berlin–Köln, Berlin–München und Frankfurt–Köln verzeichnen Buchungszahlen, die deutlich über den Prognosen liegen – an manchen Tagen sogar im zweistelligen Prozentbereich. Gründonnerstag, Karfreitag und Ostermontag dürften dabei die stärkste Auslastung bringen.
Um die Nachfrage zu bedienen, stockt die Deutsche Bahn auch die Kapazitäten zu beliebten Urlaubszielen auf. Zusätzliche Züge werden nach Sylt, in den Schwarzwald und an den Bodensee fahren, wo kürzlich eine neue ICE-Direktverbindung von Köln nach Konstanz eingeführt wurde. Ab dem 2. April bietet zudem der Adria-Express (ÖBB Railjet) direkte Verbindungen von München nach Rimini und Ancona an.
Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, begrüßte die hohen Buchungszahlen und führte den Trend auf die gestiegenen Spritkosten zurück. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 36 Prozent der Reisenden wegen der teuren Kraftstoffpreise – bedingt durch den Iran-Krieg und die Ölkrise – ihre Osterreisen eingeschränkt haben. Die zusätzlichen Züge sollen die Auslastung auf den stark frequentierten Strecken während der Hauptreisezeit entzerren. Da die Spritpreise weiter hoch bleiben, wird die Bahn auch in den Osterferien eine beliebte Wahl für Urlauber bleiben. Die Deutsche Bahn rechnet mit anhaltend starker Nachfrage über die gesamten Feiertage.






