14 March 2026, 10:05

Mecklenburg-Vorpommern vernachlässigt seine Häfen – CDU fordert dringend Investitionen

Ein gerahmtes Europa-Karte mit roten Punkten, die die geschätzten Hafenkapazitäten markieren.

CDU fordert mehr Investitionen in die Hafeninfrastruktur - Mecklenburg-Vorpommern vernachlässigt seine Häfen – CDU fordert dringend Investitionen

Mecklenburg-Vorpommern gerät wegen Vernachlässigung seiner Häfen in die Kritik

Während andere Küstenbundesländer massiv in die Modernisierung ihrer Häfen investieren, sieht sich Mecklenburg-Vorpommern mit Vorwürfen konfrontiert, seine Hafeninfrastruktur zu vernachlässigen. Die CDU-Opposition im Landtag hat die Landesregierung nun aufgefordert, Sondermittel für den Ausbau der Häfen bereitzustellen. Wie Fraktionschef Daniel Peters betonte, gefährde die aktuelle Investitionslücke die wirtschaftliche und strategische Position der Region.

In den vergangenen fünf Jahren haben benachbarte Bundesländer Bundesgelder genutzt, um ihre Häfen auszubauen. Hamburg investierte zwischen 2022 und 2024 rund 200 Millionen Euro in die Modernisierung seines Containerterminals. Wilhelmshaven erweiterte 2023 den JadeWeserPort mit 150 Millionen Euro, während Bremerhaven von 2021 bis 2025 rund 100 Millionen Euro in die Sanierung seines Hafenbeckens steckte. Diese Projekte sollten die Kapazitäten und Nachhaltigkeit in Niedersachsen, Bremen und Hamburg stärken.

Mecklenburg-Vorpommern hingegen hat in seinem Investitionsprogramm keine Mittel für Häfen oder zugehörige Infrastruktur vorgesehen. Die linksgerichtete Koalition in Schwerin setzt stattdessen auf zusätzliche Bundeshilfen, statt vorhandene Ressourcen zu nutzen. Peters argumentierte, das Land müsse Eigenverantwortung für seine Verkehrsnetze übernehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die CDU-Fraktion betonte, dass funktionsfähige Häfen, Transportwege und Hinterlandanbindungen entscheidend für Handel und Wirtschaftswachstum seien. Peters warnte, ohne Gegenmaßnahmen drohe die Region ihre Rolle als zentraler Logistikstandort in Nordeuropa zu verlieren. Zudem verwies er auf die Bedeutung der Häfen für die nationale Sicherheit und die Resilienz der Lieferketten.

Die Landesregierung steht nun unter Druck, Mittel umzuschichten und in die Ostseehäfen zu investieren. Bei einer Bewilligung der Gelder könnten Infrastruktur modernisiert und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Die Entscheidung wird zeigen, ob Mecklenburg-Vorpommern im Handel und in der Logistik mit seinen Nachbarn Schritt halten kann.

Quelle