Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD und CDU liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen
Nina WalterDreyer fühlt mehr Spannung als in ihren eigenen Wahlkämpfen - Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: SPD und CDU liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen
Zwei Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz deuten Umfragen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU hin. Die aktuellen Zahlen sehen Alexander Schweitzers SPD bei 27 Prozent, knapp hinter der CDU mit 29 Prozent. Dies stellt eine seltene Verschiebung dar, da die Christdemokraten in regionalen Umfragen seit 25 Jahren nicht mehr geführt haben.
Die ehemalige Ministerpräsidentin Malu Dreyer gab zu, dass sie diese Wahlkampagne als Beobachterin nervöser verfolgt als je zuvor in eigener Sache. Obwohl sie selbst nicht mehr kandidiert, liegt ihr viel am Ausgang der Wahl.
Dreyer hatte im Sommer 2024 den Vorsitz der Ampelkoalition in Mainz niedergelegt. Ihr Nachfolger Alexander Schweitzer führt nun den SPD-Wahlkampf, um die Macht in Rheinland-Pfalz zu halten. Trotz der historischen Dominanz der Sozialdemokraten hat die CDU die Lücke in den Umfragen zuletzt geschlossen und damit Jahrzehnte der SPD-Führung beendet.
Aktuelle Umfragewerte deuten darauf hin, dass Schweitzer bei den Wählerinnen und Wählern beliebter ist als sein CDU-Herausforderer Gordon Schnieder. Dreyer lobte Schweitzers Kampagne als gut organisiert und überzeugend. Sie ist überzeugt, dass sein Ansatz der SPD gute Siegchancen einräumt.
Gleichzeitig verriet Dreyer, dass es für sie intensiver sei, den Wahlkampf von außen zu beobachten, als selbst aktiv mitzuwirken. Die Unsicherheit des Wartens, so sagte sie, sei schwerer zu ertragen als der direkte Druck, bis zur letzten Minute zu kämpfen.
Die Wahl am 22. März 2026 wird entscheiden, ob die SPD ihre langjährige Vorherrschaft in Rheinland-Pfalz verteidigen kann. Mit Schweitzer an der Spitze eines hart umkämpften Wahlkampfs und Umfragen, die ein fast ausgeglichenes Rennen zeigen, bleibt das Ergebnis ungewiss. Dreyers Zuversicht in die SPD-Chancen steht im Kontrast zu ihrer eigenen Anspannung als Zuschauerin.






