Landkreis Schmalkalden-Meiningen verschärft Regeln für Altkleidersammlung und baut Container ab
Finn FuchsLandkreis Schmalkalden-Meiningen verschärft Regeln für Altkleidersammlung und baut Container ab
Landkreis Schmalkalden-Meiningen ändert Altkleidersammlung – strenge Regeln und weniger Container
Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen stellt die Sammlung von Altkleidung um. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der der Markt für Secondhand-Textilien in ganz Deutschland und Europa stark unter Druck geraten ist. In einigen Gemeinden wie Meiningen und Zella-Mehlis wurden bereits Sammelcontainer abgebaut.
Bisher sammelt der Landkreis jährlich rund 300 Tonnen Alttextilien. Die Einnahmen aus diesen Sammlungen halfen einst dabei, die Abfallgebühren stabil zu halten. Doch der Markt für gebrauchte Kleidung ist inzwischen zusammengebrochen – eine Anpassung war unvermeidlich.
Nur noch saubere, tragbare Textilien werden angenommen Künftig nimmt der Landkreis ausschließlich saubere, gut erhaltene Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher, Vorhänge, Taschen sowie Accessoires wie Gürtel oder Hüte entgegen. Verschmutzte, nasse oder schimmelige Textilien werden ebenso abgelehnt wie Teppiche, Matratzen, Elektrogeräte und Hausmüll.
Weniger Container, mehr zentrale Annahmestellen Um Kosten zu sparen und die Qualität der gesammelten Materialien zu verbessern, werden viele frei zugängliche Container abgebaut. Stattdessen gibt es künftig zentralisierte Sammelstellen, vorzugsweise an betreuten Standorten. Bürger dürfen keine Säcke oder Abfälle mehr neben den Containern zurücklassen.
Neue Annahmestelle in der Hohen Rhön Eine neue Abgabestelle hat am Recyclinghof Kaltennordheim, In der Aue 20, in der Hohen Rhön geöffnet. Sie ist dienstags bis samstags zu unterschiedlichen Öffnungszeiten zugänglich.
Ziel: Effizientere Sammlung und weniger Verunreinigungen Mit den strengeren Vorgaben will der Landkreis die Altkleidersammlung effizienter gestalten und die Verunreinigung der Bestände verringern. Gleichzeitig soll durch die höhere Qualität der Spenden noch ein Teil der Einnahmen gesichert werden. Die Änderungen spiegeln auch den wachsenden Druck wider, dem sich Kommunen durch kommende EU- und deutsche Vorschriften zur Textilentsorgung gegenübersehen.






