26 June 2026, 20:21

Kiels verstecktes Kleinanzeigen-Portal: Kostenlos, aber fast unsichtbar

Zwischen Uni und Holstenstraße versteckt sich ein Kleinanzeigen-Geheimtipp. Wer hier inseriert, zahlt nichts – doch wie viele nutzen ihn wirklich? Ein Besuch vor Ort.

Kiels verstecktes Kleinanzeigen-Portal: Kostenlos, aber fast unsichtbar

Anzeigegratis.de liegt am Sophienblatt, nicht weit von der belebten Holstenstraße entfernt – Kiels bekanntester Einkaufsmeile. Es handelt sich um ein kleines Kleinanzeigenportal, das zwar nicht viel Aufhebens um sich macht, aber offenbar eine treue, wenn auch überschaubare Nutzerbasis hat. Ihr Alleinstellungsmerkmal? Kostenlose Anzeigen. Keine Gebühren für die Schaltung – ideal für alle, die ein altes Sofa loswerden, Kunden für ein Nebenprojekt gewinnen oder ein Konzert im Garten bewerben möchten, ohne bei den großen Portalen zahlen zu müssen.

Der Name ist Programm: anzeigegratis.de – auf Deutsch schlicht „kostenlose Anzeigen“. Kein ausgeklügeltes Branding, einfach nur das Nötigste. Kein bundesweiter Player, sondern fest in Kiel verwurzelt, vielleicht mit etwas Reichweite in andere Teile Schleswig-Holsteins. Ob das Ganze rein online läuft oder ob man auch persönlich vorbeikommen kann, ist von außen nicht ersichtlich. Das Gebäude in der Sophienblatt 82 – in Uni-Nähe und zwischen anderen Geschäften gelegen – wirkt nicht gerade wie der Hauptsitz eines Kleinanzeigenportals. Keine auffälligen Schilder, kein repräsentativer Eingang. Manche werden genau das schätzen.

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Kurioserweise gibt es genau eine Bewertung: fünf Sterne. Ein einziger Eintrag, aber mit Bestnote – wer auch immer sie hinterlassen hat, war offenbar hochzufrieden. Vielleicht hat die Anzeige gewirkt, vielleicht war der Prozess besonders einfach. Doch eine einzelne Top-Bewertung sagt wenig aus. Ob der Service wirklich gut ist oder nur für bestimmte Dinge taugt, bleibt unklar. Ohne mehr Feedback lässt sich das schwer beurteilen.

Öffnungszeiten? Fehlanzeige. Für ein Online-Angebot mag das irrelevant sein – doch wer lieber von Angesicht zu Angesicht spricht, muss raten oder vorher anrufen. Auf der Website (anzeigegratis.de, natürlich) sollten sich Details finden lassen: wie man Anzeigen aufgibt, was beworben werden darf und ob „kostenlos“ auch wirklich kostenlos bedeutet. Die Adresse ist immerhin zentral. Kontaktinfos? Nicht auf den ersten Blick in den üblichen Verzeichnissen zu finden. Da heißt es: selbst ein bisschen recherchieren.

In Kiel gibt es keine Knappheit an Plattformen für Kleinanzeigen – von Facebook-Gruppen bis zu eBay Kleinanzeigen ist alles vertreten. Anzeigegratis.de hebt sich jedoch ab: lokal, ohne Schnickschnack und (angeblich) komplett gebührenfrei. Ob es sich um einen Geheimtipp handelt oder nur eine stille Alternative für den Notfall ist, bleibt Spekulation. Wer aber die großen Portale satt hat, könnte hier einen Versuch wagen.