04 April 2026, 06:06

IG Metall fordert Job-zu-Job-Netzwerk für Sachsen-Anhalts Strukturwandel

Eine Liniengrafik, die die Beschäftigungsquote in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

IG Metall fordert Job-zu-Job-Netzwerk für Sachsen-Anhalts Strukturwandel

IG Metall drängt auf landesweites Job-zu-Job-Netzwerk in Sachsen-Anhalt, um Beschäftigte durch den Strukturwandel zu begleiten

Die Gewerkschaft fordert, dass die bisherigen Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt zu einem dauerhaften, gut vernetzten System weiterentwickelt werden. Ohne ein solches drohten Fachkräfte durch die Herausforderungen der Dekarbonisierung, Digitalisierung und des demografischen Wandels abgehängt zu werden.

Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der Sachsen-Anhalt unter wachsendem Druck durch geopolitische Verschiebungen und technologische Fortschritte steht. Thorsten Gröger, Bezirksleiter von IG Metall, warnte, dass erzwungene Arbeitslosigkeit erfahrener Beschäftigter der Wirtschaft schaden würde. Stattdessen setzt sich die Gewerkschaft für ein strukturiertes Netzwerk ein, das Mitarbeiter aus schrumpfenden Branchen mit wachsenden Industrien zusammenbringt, die dringend qualifiziertes Personal suchen.

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Vermeidung von Arbeitsplatzverlusten als zentrales Prinzip Das Netzwerk soll Beschäftigte direkt in neue Positionen vermitteln – statt sie auf Arbeitslosengeld zu verweisen. Bestehende Instrumente wie Arbeitsagenturen und Weiterbildungsprogramme würden dabei nicht ersetzt, sondern in das System integriert.

Bevor externe Lösungen gesucht werden, sollten Unternehmen zunächst interne Möglichkeiten ausschöpfen, um wertvolles Know-how zu halten. IG Metall plant Gespräche mit der Landesregierung, Arbeitgeberverbänden und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, um einen dauerhaften Rahmen zu schaffen. Ziel ist ein sozial verantwortlicher Umgang mit dem industriellen Wandel, der sowohl Beschäftigten als auch Betrieben Planungssicherheit gibt.

Ausgleich zwischen Überangebot und Fachkräftemangel Das Netzwerk soll Ungleichgewichte zwischen Branchen mit Personalüberschuss und solchen mit Fachkräftemangel abbauen. Durch die Verknüpfung von Qualifizierung, Stellenvermittlung und Bedarfen der Arbeitgeber strebt es langfristige Beschäftigungsperspektiven an. In den kommenden Monaten werden Gespräche mit allen Beteiligten zeigen, wie das System konkret ausgestaltet wird.

Quelle