Hünfeld beschleunigt Wohnungsbau mit neuem Entscheidungsmodell für Bauprojekte
Lara BraunHünfeld beschleunigt Wohnungsbau mit neuem Entscheidungsmodell für Bauprojekte
Der Stadtrat von Hünfeld hat Maßnahmen ergriffen, um den Wohnungsbau zu beschleunigen. Dazu wurden bestimmte Befugnisse an den Magistrat der Stadt übertragen, um Entscheidungsprozesse zu straffen. Dieser Schritt steht im Einklang mit der „Bauturbo“-Initiative der Bundesregierung, die Bauvorhaben schneller vorantreiben soll.
Bisher trat der Stadtrat nur sechsmal im Jahr zusammen, um Anträge zu prüfen. Künftig wird der Magistrat wöchentlich tagen, um über wohnungsrelevante Belange zu entscheiden. Die Änderung soll Bauherren, die Befreiungen von Bauvorschriften beantragen, zügiger vorankommen lassen.
Nach den „Bauturbo“-Regelungen ist normalerweise die Zustimmung des Stadtrats für Abweichungen von Bebauungsplänen oder Bauvorschriften erforderlich. Der Magistrat kann solche Ausnahmen nun direkt erteilen – vorausgesetzt, sie halten sich im Rahmen der vom Stadtrat vorgegebenen Richtlinien. Zudem prüft er, wie gut sich neue Projekte in das bestehende bauliche Umfeld einfügen.
Der Stadtrat hat klare Vorgaben festgelegt, um seine Kernkompetenzen zu wahren. Zwar liegt die Entscheidungsgewalt in bestimmten Bereichen nun allein beim Magistrat, doch werden dadurch grundlegende Planungsprinzipien nicht infrage gestellt.
Die Stadt Hünfeld erwartet, dass das vereinfachte Verfahren den Wohnungsbau ankurbelt. Bauherren werden bei der Beantragung von Ausnahmen oder Genehmigungen weniger Verzögerungen erleben. Die erweiterte Rolle des Magistrats soll Wohnungsbauprojekte effizienter gestalten, ohne dass bestehende Standards aufgeweicht werden.
