Hessens Wälder kämpfen weiter mit Dürrefolgen und steigendem Holzeinschlag
Nina WalterMehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Wälder kämpfen weiter mit Dürrefolgen und steigendem Holzeinschlag
Hessens Staatswälder leiden noch immer unter den Folgen vergangener Dürren und Hitzewellen. Jahre mit trockenen Bedingungen haben sichtbare Schäden hinterlassen – geschwächte Bäume werden nun entfernt. Dadurch ist der Holzeinschlag gestiegen, während Förster daran arbeiten, die verbleibenden Waldbestände zu stabilisieren.
Im Jahr 2025 schlug HessenForst rund 1,49 Millionen Kubikmeter Holz – ein Anstieg um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Treiber war vor allem ein 28-prozentiger Zuwachs beim Laubholzeinschlag, der auf 570.000 Kubikmeter stieg. Der Nadelholzeinschlag ging hingegen um etwa 6 Prozent auf 921.000 Kubikmeter zurück.
Der Anstieg beim Laubholz folgte auf die Aufhebung eines 2020 verhängten Fällverbots für bestimmte Buchenbestände. Dieses Verbot sollte neue, klimaresistente Forstmethoden erproben. Seit seiner Aufhebung 2024 hat sich die Fläche der buchenreichen Wälder um etwa 15 Prozent verringert – von 45.000 Hektar (2020) auf heute 38.250 Hektar. Borkenkäferbefall und gezielte Holzentnahmen haben zu diesem Rückgang beigetragen.
Zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 stieg die Holzentnahme um rund 6 Prozent auf insgesamt 725.000 Kubikmeter. HessenForst passte die Arbeiten im Winter an, um die Bodenqualität zu schonen, gleichzeitig aber die Holzversorgung aufrechtzuerhalten. Im Fokus steht weiterhin die Entfernung geschädigter Bäume, um die Sicherheit zu erhöhen und den Aufbau widerstandsfähiger Mischwälder zu fördern.
Viele Buchen, durch jahrelange Dürre geschwächt, sterben nun ab oder werden zur Gefahr. Ihre Entfernung ist Teil umfassender Maßnahmen, um Wälder zu schaffen, die besser an den Klimawandel angepasst sind. Durchforstung und Pflegearbeiten sollen robustere, artenreichere Waldbestände schaffen.
Die Veränderungen in Hessens Wäldern spiegeln sowohl die Folgen vergangener Klimabelastungen als auch laufende Anpassungsbemühungen wider. Während Buchenbestände schrumpfen und der Holzeinschlag steigt, bleiben Förster gefordert, die Holzversorgung mit langfristiger ökologischer Stabilität in Einklang zu bringen. Der Wandel hin zu Mischwäldern soll künftige Risiken durch Dürren und Schädlinge verringern.






