25 March 2026, 12:05

Henkel erhöht Preise wegen geopolitischer Lieferketten-Krise und steigender Kosten

Liniengraph, der einen abwärtsgerichteten Trend in den projizierten zukünftigen Ölimporten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Henkel erhöht Preise wegen geopolitischer Lieferketten-Krise und steigender Kosten

Henkel, Hersteller bekannter Marken wie Persil und Schwarzkopf, kämpft mit steigenden Kosten durch geopolitische Spannungen. Die anhaltenden Konflikte mit Beteiligung des Irans haben globale Lieferketten durcheinandergebracht, was in den vergangenen sechs Monaten zu längeren Lieferzeiten und höheren Ausgaben geführt hat. Das Unternehmen warnt nun, dass weitere Preisanpassungen notwendig sein könnten, um diese Belastungen auszugleichen.

Die Krise hat Verzögerungen im Luft- und Seetransport verursacht, insbesondere in der Straße von Hormus. Zwar gab es bisher keine schweren direkten Einschränkungen, doch die Lage hat die Beschaffungskosten für Rohstoffe in die Höhe getrieben. Eine nachlassende Nachfrage aus wichtigen Absatzmärkten wie den USA und China verschärft die Situation zusätzlich – die Energiepreise bleiben hoch, und der Druck auf die Lieferketten nimmt insgesamt zu.

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Zulieferer und Logistikunternehmen geben diese Mehrkosten nun an Henkel weiter. Das Unternehmen, das weltweit rund 47.000 Mitarbeiter beschäftigt – davon weniger als 20 Prozent in Deutschland –, verzeichnet steigende Ausgaben aufgrund höherer Ölpreise. Betroffen sind Materialien, Logistik und Energie, was die Gewinnmargen belastet.

Henkels Vorstandsvorsitzender betont, dass schnelles Handeln bei der Preispolitik notwendig sei, statt Anpassungen hinauszuzögern. Der Konzern, der 2021 einen Umsatz von etwa 20,5 Milliarden Euro erzielte, setzt auf die Stärken seiner Produkte, um höhere Preise zu rechtfertigen. Trotz der Herausforderungen genießen Marken wie Persil und Schwarzkopf weiterhin eine hohe Kundenbindung, was dem Unternehmen eine gewisse Stabilität verleiht.

Henkel hofft, dass sich der Konflikt nicht über das gesamte Jahr hinzieht. Dennoch wirken sich die indirekten Folgen der Krise weiterhin auf den Geschäftsbetrieb aus. Die finanzielle Perspektive des Unternehmens hängt davon ab, wie lange die geopolitischen Spannungen anhalten. Um die steigenden Kosten zu bewältigen, passt Henkel die Preise an und verlässt sich auf seine etablierten Marken, um die Kundentreue zu halten. Sollte sich die Lage entspannen, könnten die Belastungen für die Lieferketten nachlassen – derzeit jedoch bleibt das Unternehmen mit anhaltenden Herausforderungen konfrontiert.

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