Heidenheims Abstiegsangst wächst nach 13 Spielen ohne Bundesliga-Sieg
Nina WalterHeidenheim Frustration Nach Abseits-Pech: 'Wahnsinn' und 'Blödsinn' - Heidenheims Abstiegsangst wächst nach 13 Spielen ohne Bundesliga-Sieg
Heidenheims Abstiegsängste wachsen nach dem 13. Spiel in Folge ohne Sieg in der Bundesliga
Eine umstrittene Abseitsentscheidung und eine schwache Offensive ließen den 1. FC Heidenheim im Spiel gegen Eintracht Frankfurt leer ausgehen. Trainer Frank Schmidt kritisierte die Schiedsrichterentscheidung, räumte aber ein, dass defensive Fehler seine Mannschaft teuer zu stehen kamen.
Die Partie wurde durch eine hauchdünne Abseitsentscheidung in der ersten Halbzeit geprägt: Sirlord Contehs Tor wurde nach Videoanalyse annulliert, weil er sich nur Millimeter vor dem letzten Abwehrspieler befand. Conteh geißelte anschließend das halbautomatische Abseitssystem als "völligen Unsinn" und behauptete, das sei "kein Fußball mehr". Schmidt, obwohl verärgert, betonte zwar sein Vertrauen in die Technik, bezeichnete die konkrete Entscheidung aber als "Wahnsinn".
Heidenheim kämpfte über weite Strecken mit der Torchancenverwertung. Trotz einer disziplinierten Defensivleistung gelang in den ersten 45 Minuten kein einziger nennenswerter Abschluss. Selbst nach der Roten Karte gegen Frankfurts Kapitän blieb die Offensive der Hausherren harmlos – ein Muster, das sich durch die gesamte Saison zieht. Die erwarteten Tore (xGoals) lagen bei nur 0,16, während Frankfurt auf 1,37 kam.
Auch in der Abwehr zeigte sich Heidenheim anfällig. Schmidt war besonders verärgert über die inkonsistente Defensivleistung, die Frankfurt den entscheidenden Treffer ermöglichte. Die Niederlage bedeutet, dass Heidenheim nun zehn Punkte hinter dem Relegationsplatz liegt – mit nur drei Punkten aus den letzten 13 Spielen. Die Saisonstatistiken offenbaren ein grundlegendes Problem: Im Schnitt braucht die Mannschaft zwölf Torschüsse pro Tor, doppelt so viele wie effizientere Teams wie Frankfurt.
Ein kurzer Lichtblick war das 3:3 gegen Stuttgart im Februar, als Dinkci, Ibrahimović und Conteh für seltene Hoffnung sorgten. Doch solche Momente blieben vereinzelt. Nach 26 Spieltagen steht Heidenheim auf dem letzten Tabellenplatz, die längste sieglose Serie dauert mittlerweile 12 Partien an.
Die Pleite verlängert Heidenheims Negativserie und verschärft die Abstiegsgefahr. Mit zehn Punkten Rückstand auf den rettenden Platz wird die Zeit knapp, um eine Saison zu wenden, die von defensiver Brüchigkeit und offensiver Schwäche geprägt ist. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob der Anschluss noch gelingt – oder ob der Abstieg unausweichlich wird.