05 April 2026, 04:05

Graham Linehan wirft BBC-Serie Doctors vor, ihn als transfeindlich darzustellen

Cartoon-Illustration eines verzweifelten Mannes in einem blauen Anzug, der auf dem Boden liegt, und einer Frau in einem gelben Kleid, die auf einem Stuhl sitzt und ein Objekt hält, mit Vorhängen, einer Tür und dem Text "Britishia zwischen Tod und den Doctors" unten.

Graham Linehan wirft BBC-Serie Doctors vor, ihn als transfeindlich darzustellen

Der Comedy-Autor Graham Linehan wirft der BBC-Serie Doctors vor, ihn durch eine fiktive Figur in negativer Weise darzustellen. Der Streit eskaliert nach Jahren der Kontroversen um seine öffentlichen Äußerungen zu Transgender-Themen. Linehan behauptet, eine aktuelle Folge zeige mit Dr. Graham Elton einen transfeindlichen Charakter, der sein eigenes Leben und seine Ansichten spiegle.

Erstmals geriet Linehan 2013 in die Kritik, als eine Folge der Serie The IT Crowd aus dem Jahr 2008 – betitelt The Speech – erneut aufgegriffen wurde. Zuschauer verurteilten das Drehbuch als transfeindlich und sexistisch, da es auf Geschlechterklischees zurückgriffe und Gewalt gegen trans Frauen verharmlose. Seine Haltung zu Transgender-Rechten führte später zu breiterer Ablehnung, darunter auch zur Absage seines für 2023 geplanten Auftritts beim Edinburgh Fringe Festival.

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2020 ließ sich seine damalige Ehefrau, die Schauspielerin Helen Serafinowicz, nach anhaltenden Kontroversen von ihm scheiden. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Linehan wirft Doctors nun vor, bewusst eine Figur eingeführt zu haben, die ihm ähnle: einen geschiedenen, mittelfünfziger Mann namens Dr. Graham Elton, der transfeindliche Ansichten vertritt.

Die BBC weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Ein Sprecher von BBC Studios betonte, Doctors sei eine fiktive Serie und Dr. Elton basiere auf keiner realen Person. Der Sender hält daran fest, dass die Eigenschaften und Meinungen der Figur vollständig erfunden seien.

Der Konflikt zeigt, wie nachhaltig Linehans öffentliche Äußerungen sein privates und berufliches Leben prägen. Während die BBC jede Verbindung zwischen dem fiktiven Arzt und dem Autor bestreitet, hat die Folge die Debatte über Repräsentation und Verantwortung in den Medien neu entfacht. Linehans Vorwürfe bleiben ungeklärt – beide Seiten beharren auf ihren Standpunkten.

Quelle