Ghana feuert Nationaltrainer Otto Addo nach Niederlagenserie
Der ghanaische Fußballverband (GFA) hat Nationaltrainer Otto Addo nach einer Serie schwacher Ergebnisse entlassen. Die Entscheidung fiel unmittelbar nach der 1:2-Niederlage Ghanas gegen Deutschland am 31. März 2023. Addo hatte die Mannschaft zwei Jahre lang geführt, stand aber nach vier aufeinanderfolgenden Niederlagen zunehmend unter Druck.
Addo übernahm das Amt 2021 und fungierte zunächst als Interimstrainer während der WM 2022 in Katar. Obwohl er die Mannschaft zur Qualifikation für die WM 2026 führte, sorgten die jüngsten Leistungen für Besorgnis. Unter seiner Leitung verlor Ghana vier Freundschaftsspiele in Folge: 0:2 gegen Japan, 0:1 gegen Südkorea, 1:5 gegen Österreich und schließlich 1:2 gegen Deutschland.
Nach der Niederlage gegen Deutschland blieb Addo trotzig. Er lobte die Einstellung und Mentalität seiner Spieler und akzeptierte Kritik als Teil des Jobs. "Wenn man verliert, gibt es immer Kritik – das gehört einfach dazu", erklärte er. Seine Entlassung spiegelt jedoch die Reaktion des GFA auf die nachlassenden Leistungen der Mannschaft wider.
Addo, ein ehemaliger Bundesliga-Spieler, stand zwischen 2005 und 2007 bei Vereinen wie Borussia Dortmund, Hamburger SV und Mainz 05 unter Vertrag. Nun muss Ghana ohne ihn in die WM 2026 starten. In der Gruppenphase trifft die Mannschaft auf England, Kroatien und Panama. Das Turnier wird in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen.
Die Entscheidung des GFA zwingt Ghana, vor dem wichtigen WM-Turnier einen neuen Trainer zu suchen. Da die Qualifikation bereits gesichert ist, liegt der Fokus nun darauf, das Selbstvertrauen der Mannschaft vor dem Turnier wieder aufzubauen. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob der Trainerwechsel zu einer Leistungssteigerung führt.






