21 March 2026, 04:05

Fischer entschuldigt sich bei CDU-Chef Hagel – doch die Koalitionsgespräche bleiben angespannt

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht vor dem Kanzleramt in Berlin mit Reportern, umgeben von Menschen mit Mikrofonen und Gebäuden im Hintergrund.

Skandalvorwurf vor Wahl - Fischer bittet Hagel um Vergebung - Fischer entschuldigt sich bei CDU-Chef Hagel – doch die Koalitionsgespräche bleiben angespannt

Die Grünen-Politikerin Simone Fischer hat sich bei CDU-Chef Manuel Hagel für das Teilen eines umstrittenen Social-Media-Beitrags entschuldigt. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem beide Parteien sich auf Koalitionsgespräche vorbereiten – nach einer knapp entschiedenen Landtagswahl. Beide verfügen nun über jeweils 56 Sitze, was das Parlament in einer Pattsituation zurücklässt.

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Die Entschuldigung folgt auf Tage der Spannungen, die durch einen Beitrag ausgelöst wurden, der sich auf ein altes Video von Hagel bezog, in dem er Bemerkungen über eine Schülerin machte.

Der Streit begann, als Fischer einen Beitrag teilte, der Hagels Foto unter der Schlagzeile "Offizielle Warnung" mit dem Text "Versteckt eure Kinder" zeigte. Der Beitrag verlinkte auf ein acht Jahre altes Video, in dem Hagel – damals als Lehrer – bewundernde Äußerungen über das Aussehen einer Schülerin tätigte. Die Aufnahme war zuvor wieder aufgekommen, nachdem die Grünen-Abgeordnete Zoe Mayer sie geteilt hatte, und entfachte erneut Debatten über Sexismus in der Politik.

Fischer schwieg zunächst zu der Kritik, löschte den Beitrag später jedoch. Anschließend nahm sie direkt Kontakt zu Hagel auf und drückte ihr Bedauern über ihr Handeln aus. Die CDU warf den Grünen daraufhin vor, eine "schmutzige Kampagne" zu führen – was die Spannungen kurz vor den geplanten Sondierungsgesprächen für eine mögliche Koalition weiter verschärfte.

Bei der Wahl am 8. März erreichten die Grünen 30,2 Prozent der Stimmen und lagen damit knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent. Da keine der beiden Parteien eine absolute Mehrheit erringen konnte, stehen sie nun vor der Herausforderung, trotz der anhaltenden Reibereien eine stabile Regierung zu bilden.

Fischers Entschuldigung wird als Versuch gewertet, die Stimmung vor den offiziellen Koalitionsverhandlungen zu entspannen. Nun müssen die Grünen und die CDU nicht nur ihre politischen Unterschiede überwinden, sondern auch die jüngsten persönlichen Konflikte. Das Ergebnis wird entscheiden, ob in dem blockierten Parlament eine gemeinsame Regierung zustande kommt.

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