Fahrradbusse erobern Deutschlands Straßen – so radeln Kinder sicher zur Schule
Nina WalterRadfahren zur Schule - ein weiterer 'Bici-Bus' für Frankfurt - Fahrradbusse erobern Deutschlands Straßen – so radeln Kinder sicher zur Schule
Immer mehr deutsche Städte setzen auf "Fahrradbusse" für sicheres Radeln zur Schule
In ganz Deutschland führen Städte sogenannte "Fahrradbusse" ein, um auch kleinen Kindern einen sicheren Weg zur Schule per Rad zu ermöglichen. Inspiriert vom Bici-Bus-Modell aus Barcelona können bereits Vorschulkinder an organisierten Gruppenfahrten teilnehmen. Erwachsene begleiten die Kinder und bilden einen schützenden Tross, der nicht nur Sicherheit, sondern auch Gemeinschaftsgefühl auf den Straßen fördert.
Das Prinzip funktioniert wie ein fahrender "Bus" aus Radfahrern: Die Erwachsenen fahren außen und schirmen die Kinder in der Mitte ab, während sie auf festgelegten Routen unterwegs sind. Anders als bei klassischen Radfahrkursen gibt es keine Altersgrenze – selbst jüngere Geschwisterkinder dürfen mitmachen. So entwickeln die Kleinen früher Motorik und Verkehrskompetenz, während viele Schulen sonst erst ab der vierten Klasse formale Radfahrprüfungen empfehlen.
In Frankfurt am Main sind bereits drei Fahrradbus-Routen gestartet, eine vierte in Bornheim ist in Planung. Der Nicolaus-BiciBus 2024 und ein regelmäßiger BiciBus in Sachsenhausen gehören zu dieser Initiative. Auch andere Regionen in Hessen testeten das Konzept im vergangenen Jahr, und viele Gruppen wollen im Frühjahr wieder durchstarten.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) unterstützt die Ausweitung der Fahrradbusse und verweist auf das Fehlen sicherer Übungsflächen in Frankfurt. Durch das gemeinsame Radeln sammeln Kinder praktische Erfahrungen und reduzieren gleichzeitig die Abhängigkeit vom Auto für den Schulweg.
Mittlerweile sind Fahrradbusse in mehreren deutschen Städten unterwegs und bieten eine sichere Alternative für den Schulweg per Rad. Das Projekt vermittelt nicht nur Verkehrskompetenz, sondern motiviert auch mehr Familien, das Auto stehen zu lassen und aufs Fahrrad umzusteigen. Mit geplanten Routenerweiterungen könnte die Initiative im kommenden Jahr noch weiter wachsen.






