Augsburgs Bürgermeister-Stichwahl wird im Bierzelt ausgezählt – aus Mangel an Alternativen
Elias HofmannKein Platz im Ausstellungssaal - Wahlhelfer ziehen ins Bierzelt - Augsburgs Bürgermeister-Stichwahl wird im Bierzelt ausgezählt – aus Mangel an Alternativen
Augsburgs Stichwahl um das Bürgermeisteramt nahm eine ungewöhnliche Wendung, als Wahlhelfer die Briefwahlstimmen in einem Bierzelte auszählten. Da die üblicherweise genutzte Messehalle für die Abstimmung am 22. März nicht zur Verfügung stand, musste die Stadt improvisieren. Amtsinhaberin Eva Weber (CSU) trat in der entscheidenden Runde gegen den SPD-Herausforderer Florian Freund an.
Das Augsburger Messegelände, wo normalerweise die Briefwahlstimmen ausgezählt werden, hatte für die Stichwahl keinen Platz mehr. Der Ostervolkfest sollte am 5. April beginnen, und die Festzelte standen bereits auf dem Plärrer-Festplatz. Da keine anderen großen Hallen frei waren, reservierte die Stadt kurzerhand eines der Bierzelte für die Stimmenauszählung.
In der ersten Runde am 8. März waren 110.156 Stimmen abgegeben worden, bei einer Wahlbeteiligung von 51,8 %. Für die Stichwahl zeigten Teilergebnisse aus 172 bis 253 der 254 Augsburger Wahlbezirke Freund mit etwa 56,6 bis 57 % in Führung, während Weber bei 43 bis 43,4 % lag. Die endgültige Auszählung erfolgte dann jedoch in der provisorischen Bierzelte-Atmosphäre.
Die Lösung mit dem Bierzelt ermöglichte es, die Stimmenauszählung ohne größere Verzögerungen durchzuführen. Die Behörden bestätigten, dass es trotz des ungewöhnlichen Ortes keine Probleme mit dem Ablauf gab. Die Ergebnisse der Stichwahl entscheiden, wer in den kommenden Jahren Augsburger Oberbürgermeister wird.






