Dermapharm kauft Millionen Aktien zurück – soll der Kurs jetzt steigen?
Finn FuchsDermapharm kauft Millionen Aktien zurück – soll der Kurs jetzt steigen?
Dermapharm schließt Aktienrückkaufprogramm ab, um Kurs nach Jahren der Stagnation zu stützen
Der deutsche Pharmakonzern Dermapharm hat ein Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen, um den Aktienkurs nach jahrelanger Seitwärtsbewegung zu stabilisieren. Das Unternehmen bot den Aktionären 42 Euro pro Aktie – ein Aufschlag von 10 Prozent auf den damaligen Marktwert. Insgesamt wurden rund 4,8 Millionen Aktien zum Rückkauf angeboten, deutlich mehr als die ursprünglich angestrebten 4,3 Millionen.
Dermapharm, 1991 von Wilhelm Beier gegründet, ging 2018 an die Börse, wobei Beier fast 80 Prozent der Anteile behielt. Während der Pandemie kletterte der Aktienkurs zeitweise auf bis zu 90 Euro, getrieben von der Rolle des Unternehmens bei der Abfüllung des COVID-19-Impfstoffs von BioNTech. Seitdem hatte sich der Kurs jedoch drei Jahre lang kaum bewegt.
Ziel des Rückkaufs war es, bis zu 4,3 Millionen Aktien – knapp 8 Prozent des Grundkapitals – zurückzuerwerben. Da mit 4,8 Millionen Aktien mehr angeboten wurden als geplant, erhalten die Aktionäre ihre Anteile anteilsmäßig zugeteilt. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund von Herausforderungen bei der Reimport-Tochter Axicorp und ist Teil umfassender Bemühungen, das Vertrauen der Investoren zu stärken.
Zum Portfolio von Dermapharm gehören Marken wie Strathmann, Allergopharma und Arkopharma sowie Übernahmen wie C3 und Mucos. Zudem hält das Unternehmen Anteile an Wellster Healthtech und ist über Tochtergesellschaften wie Anton Hübner und Euromed aktiv.
Das Rückkaufprogramm hat dem Aktienkurs von Dermapharm kurzfristig Auftrieb gegeben. Während das Unternehmen weiterhin durch Übernahmen wächst, bleibt abzuwarten, wie sich die reduzierte Anzahl an Aktien langfristig auf die Performance auswirkt. Investoren werden die weiteren Entwicklungen genau beobachten.






