17 March 2026, 14:05

Bundesregierung plant schärfere Regeln gegen explodierende Spritpreise bis April

Tankstelle mit Preisvergleich von Super und Diesel für September 2014, mit beschrifteten Zapfsäulen, die prozentuale und textuelle Unterschiede anzeigen.

Bundesregierung wird bis Anfang April Preispaket für Kraftstoffe abschließen - Bundesregierung plant schärfere Regeln gegen explodierende Spritpreise bis April

Die deutsche Bundesregierung treibt ein neues Entlastungspaket für Spritpreise voran, um die stark gestiegenen Kosten an den Tankstellen in den Griff zu bekommen. Der Plan kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Preise für Diesel und Benzin deutlich angestiegen sind – sie liegen mittlerweile über dem EU-Durchschnitt und sorgen für breite Besorgnis. Die Verantwortlichen streben an, die Maßnahmen bis Anfang April finalisiert zu haben, darunter schärfere Regeln für Tankstellen und Mineralölkonzerne.

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Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind in den letzten Monaten deutlich geklettert. Im Januar 2024 kostete Super E10 noch rund 1,70 Euro pro Liter, Diesel lag bei 1,60 Euro. Bis März stiegen die Preise jedoch auf 1,78 Euro für Super E10 und sogar 2,14 Euro für Diesel – und damit deutlich über den EU-Durchschnitt von etwa 1,78 Euro bzw. 1,82 Euro. Der starke Anstieg hat viele Autofahrer verärgert und die Regierung zum Handeln gezwungen.

Eine überparteiliche Arbeitsgruppe traf sich kürzlich mit Mineralölkonzernen und Branchenvertretern, um über die Preisentwicklung zu sprechen. Während Politiker betonten, die Gespräche hätten unfaire Praktiken offenbart, beharrten die Industrieverbände darauf, die Preiserhöhungen ausreichend erklärt zu haben. Trotz der unterschiedlichen Einschätzungen setzt die Regierung ihre Pläne nun um.

Nach dem Entwurf des neuen Gesetzes dürfen Tankstellen die Spritpreise künftig nur noch einmal täglich erhöhen, Senkungen bleiben jedoch jederzeit möglich. Zudem erhält das Bundeskartellamt erweiterte Befugnisse, um ungerechtfertigte Großhandelspreiserhöhungen zu prüfen und zu blockieren. Darüber hinaus kehrt sich die Beweislast um: Unternehmen müssen künftig Preissteigerungen begründen. Um den Druck weiter zu verringern, plant die Regierung zudem, Teile ihrer strategischen Ölreserven freizugeben – mit dem Ziel, die globalen Marktpreise zu stabilisieren.

Das Gesetzgebungsverfahren soll bis Ende März oder Anfang April abgeschlossen sein. Bei einer Verabschiedung werden die Maßnahmen strengere Kontrollen der Spritpreise sowie eine verstärkte Aufsicht über die Branche mit sich bringen. Autofahrer könnten dadurch stabilere Kosten erwarten, doch die langfristige Wirkung hängt von den Marktbedingungen und der Umsetzung ab.

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